Unser Buchtipp: Verhängisvolles Calés

In „Verhängnisvolles Calés“ lässt der deutsche Schriftsteller Cay Rademacher seinen beliebten Ermittler Capitaine Roger Blanc nun bereits zum sechsten Mal in der französischen Provence ermitteln. Neben seinen Frankreich-Krimis ist Rademacher ebenfalls für seine Trilogie um Oberinspektor Stave, die zur Nachkriegszeit spielt, bekannt, veröffentlichte in der Vergangenheit aber auch zahlreiche Sachbücher zu historischen Themen, wie etwa die Kreuzzüge. Derzeit lebt der gebürtige Flensburger mit seiner Familie in der Provence und lässt sich dort für seine „Capitaine Roger Blanc“ Kriminalromanreihe inspirieren.

Verhängnisvolles Calés – Inhalt

Die Archäologin Agnes Havel befindet sich mit ihrem Team bei Ausgrabungen in den Hügeln der Alpilles als ein gewaltiger Felssturz die Erde um sie herum erschüttert und einen Teil der Grotten von Calés freilegt. Bei einer Begehung des nun zugänglichen Abschnitts entdeckt sie ein hervorragend erhaltenes, menschliches Skelett, doch handelt es sich dabei nicht um eine archäologische Entdeckung. Vielmehr legt das Einschussloch in der Stirn ein Verbrechen nahe, das Captaine Roger Blanc und seine Kollegin Fabienne Souillard auf den Plan ruft, die sogleich ihre Ermittlungen im nahegelegenen Dorf Lamanon aufnehmen.

Als jedoch ein kleines Mädchen während einer Hochzeitsfeier spurlos verschwindet müssen Roger Blanc und sein Team alles daran setzen sie schnellstmöglich zu finden, bevor das Schlimmste eintritt. Bei den Ermittlungen stoßen sie auf eine ganze Reihe Verbrechen, die sich über Jahre und Jahrzehnte in der Region zugetragen haben und möglicherweise auch mit ihren aktuellen Fällen zu tun haben. Gibt es also auch eine Verbindung zwischen der unauffindbaren Noëlle und dem Toten in den Grotten von Calés?

Verhängnisvolles Calés – Winter in der Provence

„Verhängnisvolles Calés“ ist mit seinen über 400 Seiten der bisher umfangreichste Kriminalroman von Cay Rademacher mit Roger Blanc in der Hauptrolle. Der größere Umfang kommt dem mittlerweile sechsten Band der Reihe auch durchaus zugute, da dieser dem Autor hier die Möglichkeit bietet detaillierter in die Ermittlungen, wie auch das Privatleben der Ermittler einzutauchen. So spielt neben der Verbrechersuche unter anderem auch die Beziehung zwischen dem Capitaine und seiner entfremdeten Tochter Astrid, die ihn zu Weihnachten besuchen möchte, sowie seine Affäre mit einer Richterin, eine nicht unerhebliche Rolle. Die weitere Mischung aus spannenden Kriminalfällen, interessanten regionalen Einblicken und dem gewohnt großartig beschriebenen, französischen Flair, machen „Verhängnisvolles Cáles“ zu einem durchweg unterhaltsamen Krimi und dem womöglich besten Teil der Reihe.

Fazit: Mit „Verhängsnisvolles Calés“ übertrifft Cay Rademacher seine früheren Werke um Capitaine Roger Blanc bei Weitem - und auch thematisch ist dieser sechste Band, der auch ohne Vorwissen aus der Reihe gelesen werden kann, genau der richtige Lesestoff für die kalte Jahreszeit. Unbedingt empfehlenswert!

Kommentar schreiben