Unser Buchtipp: Terra

Mit ihren überaus beliebten Fantasyreihen hat sich das Autorenduo Tom und Stephan Orgel – kurz T.S. Orgel – in der Phantastik-Literatur-Szene einen Namen gemacht. Für ihren Debütroman „Orks vs. Zwerge“ erhielten sie im Jahr 2013 den Deutschen Phantastik Preis und auch die Reihe „Die Blausteinkriege“, sowie das Steampunk-Werk „Steamtown“ wurden ein großer Erfolg. Ihr neuestes Buch „Terra“ weicht nun aber vom bisher bevorzugten Genre der beiden Schriftsteller ab: Denn statt in fremde Welten mit Magie entführen uns die Autoren in die Science-Fiction Zukunft unserer Erde zum Ende des 21. Jahrhunderts.

Terra – Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2094. Die Erde wurde so gut wie vollständig an Ressourcen ausgebeutet und auch der Mond dient mittlerweile als Rohstofflieferant. Die Hoffnung der Menschheit ruht nun auf dem Mars, der durch großangelegtes Terraforming in eine neue Heimat für unsere Spezies verwandelt werden soll. Doch bis es soweit ist werden auch von dem Millionen Kilometer entfernten Planeten wertvolle Erze zur Erde transportiert, um die stete Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Jakarta Rafael Pérez Zhao, kurz Jak, ist Pilot der Pequod, eines der Frachter, die regelmäßig die Strecke zwischen Erde und Mars zurücklegen. Doch Jaks jüngste Transportladung bereitet ihm Sorgen, da sich einige Ungereimtheiten bei der Überprüfung ergeben und auch andere Raumpiloten Probleme an ihren Systemen feststellen. Um der Sache auf den Grund zu gehen nimmt Jak Kontakt zu seiner Schwester auf, die als Space Marshal auf dem Mond tätig ist. Bei ihren Nachforschungen decken die beiden eine ungeheuerliche Verschwörung auf, die nicht nur ihr Leben, sondern das von Milliarden Menschen bedroht…

Terra – Abenteuerlicher Weltraumthriller

Zwar mag „Terra“ das Sci-Fi-Debüt der Brüder T.S. Orgel sein, doch finden sich die Stärken ihrer Fantasyromane auch hier wieder. Sympathische Charaktere, allen voran die Protagonisten Jak und Sal, eine clevere und überraschende Geschichte und ein lockerer Schreibstil, der bereits auf den ersten Seiten eine ungeheure Spannung aufbaut und bis zum Ende aufrechterhält. Zudem merkt man umgehend wie intensiv sich die Autoren mit der Materie auseinandergesetzt und recherchiert haben, um ihre Vorstellung so realistisch und bildhaft wie möglich zu präsentieren. Zahlreiche Anspielungen und Hinweise auf Klassiker des Science-Fiction-Genres lockern das Leseerlebnis, ebenso wie Referenzen auf Personen und Technologien aus unserer Gegenwart, an den richtigen Stellen auf – und auch die ein oder andere Portion schwarzen Humors fehlt nicht.

Fazit: „Terra“ von T.S. Orgel ist ein spannendes Weltraumabenteuer mit viel Charme, das Science-Fiction-Liebhabern garantiert große Freude bereiten wird.

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