Unser Buchtipp: Offline

„Offline“ heißt das neueste Werk des deutschen Schriftstellers Arno Strobel. Der heute 57-jährige Strobel begann erst spät in seiner beruflichen Laufbahn mit dem Schreiben, doch seit der Veröffentlichung seines ersten Psychothrillers „Der Trakt“ im Jahr 2010 gilt er als absoluter Bestsellergarant. Auch die in Zusammenarbeit mit Ursula Poznanski veröffentlichten Thriller, wie etwa die zwei bisher erschienenen Bände der „Salomon & Buchholz“ – Reihe, fanden bei Fans und Kritikern großen Anklang. Neben seinen Thrillern für Erwachsene veröffentlichte Arno Strobel in der jüngeren Vergangenheit auch zahlreiche spannende Jugendbücher.

Offline – Inhalt

Ein ruhiger, gemütlicher Geburtstag allein daheim entwickelt sich für Katrin schnell in einen Albtraum. Ihr Freund Florian ist auf Geschäftsreise und so beschließt sie den Abend mit einer Flasche Wein vor dem Fernseher zu verbringen. Doch plötzlich scheint ihr eigenes, „smartes“ Zuhause zur Falle zur werden, denn die Stimme aus dem Lautsprecher überbringt ihr eine unheilvolle Botschaft: „Du wirst sterben. Ich komme dich holen. Bald.“

Andernorts trifft sich eine Gruppe junger Geschäftsleute und Technikjunkies um die junge Jennifer König, um für fünf Tage in den Bergen vor dem Alltagsstress zu fliehen. Ganz ohne Internet, Handy oder Laptop wollen sie zur Ruhe kommen und bei einer Reiseveranstaltung „digitales Detoxing“ betreiben. Aber kaum in dem einsamen Berghotel angekommen, verschwindet einer der Teilnehmer spurlos, nur um wenig später schwer misshandelt und dem Tode nahe wiederaufzutauchen. Da ein Schneesturm das Gebiet völlig von der Außenwelt abgeschnitten hat, muss der Täter noch vor Ort sein – und so beginnen die gegenseitigen Verdächtigungen. Als es zu einem weiteren brutalen Vorfall kommt, steigt das Misstrauen innerhalb der Gruppe ins Unermessliche: Wer hat es auf sie abgesehen – und warum?

 Offline – Horror in der Abgeschiedenheit

In „Offline – Du wolltest nicht erreichbar sein, jetzt sitzt du in der Falle“, spielt Arno Strobel mit einem klassischen Motiv aus unzähligen Horrorgeschichten und bringt dieses mit neuen Ideen in die Gegenwart. Angefangen mit einem Prolog, der Ängste vor der digitalen Welt schürt, hin zum Gegenpol eines von der Technik isolierten Berghotels während eines schweren Unwetters, bleibt dem Leser mit „Offline“ keine Zeit zum Durchatmen. Auch das breite Spektrum an Charakteren, die über weite Strecken undurchschaubar bleiben, sorgt für stetige Spannung und Nervenkitzel und verleitet oftmals dazu falsche Rückschlüsse zu ziehen. Doch wie man es von Arno Strobel kennt, gelingt es ihm auch das blutige Mysterium, das er in „Offline“ spinnt, mit einer logischen wie überraschenden Auflösung zu versehen.

Fazit: „Offline“ von Arno Strobel ist ein weiterer Eintrag in die lange Liste von erstklassigen Psychothrillern des Autors - Nichts für schwache Nerven!

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