Unser Buchtipp: Im Visier

Seit zwanzig Jahren unterhält uns der Thriller-Autor Lee Child bereits mit beinahe genau so vielen Werken über seine legendäre Romanfigur Jack Reacher. „Im Visier“, der neunzehnte und aktuellste Band der Reihe, ist gerade auf Deutsch erschienen und schon jetzt ein Jahreshighlight für treue Fans. Für seinen neuesten Streich lässt Child seinen Protagonisten die bekannte Heimat verlassen, als dieser sich in Europa auf die Suche nach einem Attentäter begeben muss.

Im Visier – Inhalt

Ein fehlgeschlagenes Attentat ruft den ehemaligen Ermittler der Militärpolizei Jack Reacher zurück auf den Plan des US-Außenministeriums: Der französische Präsidenten entgeht nur knapp dem Tod, als ein Scharfschütze versucht ihn aus mehr als einem Kilometer Entfernung zu erschießen – ein Schuss der selbst für die Allerbesten eine wahre Herausforderung ist. Doch nicht mangels Fähigkeiten des Schützen, sondern durch einen Zufall, blieb der Präsident Frankreichs unverletzt.
Die Zahl der Verdächten ist überschaubar. Nur vier Männer auf der ganzen Welt, allesamt ehemalige Spezialeinsatzkräfte, kommen als Täter in Frage – und einer von ihnen hat eine Vergangenheit mit Jack Reacher: Als Teil einer Black-Ops Einheit der U.S. Army wurde John Kott zu einem der besten Sniper seiner Generation, doch ein Streit unter Kameraden sorgte dafür, dass er 16 Jahre wegen Totschlags hinter Gittern verbrachte - von Reacher überführt.
Wieder auf freiem Fuß, versucht Kott seine Talente an den Höchstbietenden zu verkaufen und der einzige der ihn stoppen kann, scheint derjenige zu sein, dem dies schon einmal gelungen ist. Jack Reacher wird über den Atlantik geschickt, um die Spur des Verdächtigen in London aufzunehmen und ihn dingfest zu machen… oder wird er doch nur als Köder benutzt, um Kott aus seinem Versteck zu locken?

Im Visier – Neue Pfade und alte Tugenden

Mit „Im Visier“ beschreitet Lee Child neue Pfade und besinnt sich gleichzeitig auf alte Tugenden seiner erfolgreichen Thriller-Reihe zurück. Wie zu Beginn der Reihe dient sein Protagonist erneut als Ich-Erzähler - sehr zur Freude der Fans, die sich so wieder direkt in die Haut von Jack Reacher hineinversetzen können. Auf der anderen Seite verschlägt es den ruhelosen Ermittler dieses Mal nicht in die amerikanische Provinz, sondern in verschiedene europäische Metropolen, in denen auch er sich erst einmal anpassen muss. All das, gepaart mit dem üblichen Charme, großartigen Witz und der zu erwartenden Portion Action, macht „Im Visier“ zu einem überaus kurzweiligen Lesespaß.

Fazit: Fans von cleveren Agententhrillern, wendungsreichen Spannungsromanen oder natürlich dem legendären Jack Reacher selbst sollten bei Lee Childs neuestem Werk „Im Visier“ unbedingt zugreifen.

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