Unser Buchtipp: Ich bin die Rache von Ethan Cross

Durch seine Buchreihe um den Serienmörder Francis Ackerman junior, die 2011 ihren Anfang nahm, wurde der US-amerikanische Autor Ethan Cross international bekannt. Nun ist vor Kurzem der mittlerweile sechste (und möglicherweise auch letzte) Band „Ich bin die Rache“ erschienen und setzt die langlebige Serie mit all ihren Stärken würdig fort, greift dabei aber gleichzeitig auf Handlungselemente aus früheren Bänden zurück.

Ich bin die Rache – Inhalt

Eine gefühlte Ewigkeit musste sich Maggie Carlisle, Agentin der Shepherd Organization, damit zurechtfinden, dass ihr Bruder Opfer des Verbrechers „The Taker“ geworden ist und ohne eine Spur zu hinterlassen entführt wurde. Als sie nach Jahren an Nachforschungen endlich einen Hinweis auf den Täter erhält begibt sie sich im Alleingang auf die Jagd nach dem Mann, der ihre Familie zerstört hat. Doch Maggie gerät selbst in die Fänge des Psychopathen. Ihre einzige Chance auf Rettung sind ihr Freund und Partner Marcus Williams und sein Halbbruder, der berüchtigte Killer Francis Ackerman junior.

Als Marcus und Francis von Maggies Verschwinden erfahren, machen sie sich ohne zu zögern auf die Suche nach ihr und folgen ihrer Spur nach New Mexico in ein Indianerreservat. Dort angekommen stoßen die beiden auf einen zwielichtigen Geschäftsmann, der selbst die Polizei unter Kontrolle zu haben scheint. Um „The Taker“ zu finden und Maggie zu retten, ist Francis bereit alles zu tun, was notwendig ist, egal wie viele Menschen dabei ihr Leben verlieren. Doch der geniale Psychopath hat auch mit eigenen Problemen zu kämpfen, denn es scheint, als würde er selbst langsam den Verstand verlieren…

Ich bin die Rache – Sympathie für den Killer

In „Ich bin die Rache“ führt der Schriftsteller Ethan Cross zahlreiche Fäden, die sich über die Jahre durch die Vorgängerbände seiner Bestsellerbuchreihe gezogen haben zusammen und löst sie in einem furiosen Spektakel auf. Hierbei macht es besonders viel Spaß die Entwicklung, die die Charaktere durchgemacht haben, zu erleben, so dass auch der ganz zu Beginn verabscheuungswürdige Serienmörder Francis Ackerman junior erneut noch einen Deut sympathischer wird – sämtlichen Gewalttaten zum Trotz.

Auch die Art der Erzählung kann in „Ich bin die Rache“ überzeugen und schafft es unmittelbar ein hohes Maß an Spannung aufzubauen, das bis zum Abschluss gehalten werden kann. So werden wir schon zu Beginn mitten in die Geschehnisse geworfen und erfahren über Rückblicke und aus verschiedenen Perspektiven, wie die Protagonisten in ihre misslichen Situationen gelangten.

Fazit: Sofern „Ich bin die Rache“ tatsächlich das Ende für Francis Ackerman junior bedeuten sollte, hat Ethan Cross ein fulminantes Finale verfasst, das Fans des Autors und des Genres im Allgemeinen begeistern wird.

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