Unser Buchtipp: Ich beobachte dich

Die kanadische Krimiautorin Chevy Stevens, die bereits mit ihrem Debüt aus dem Jahr 2010 „Still Missing – Kein Entkommen“ große Erfolge feiern konnte, beweist auch mit ihrem neuesten Spannungsroman „Ich beobachte dich“ ihr großartiges Kaliber als Schriftstellerin. In diesem folgt der Leser einer Mutter, die sich einer gewalttätigen Beziehung mit ihrem Ehemann und Vater ihres Kindes entziehen und eine neue Existenz aufbauen konnte.

Ich beobachte dich – Inhalt

Lindsey und ihre 17-jährige Tochter Sophie führen ein ruhiges Leben im kanadischen Dogwood Bay, wo sie einen kleinen Reinigungsdienst betreibt in dem sie Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, beschäftigt. Lindsey hat was dies betrifft selbst furchtbare Erfahrungen gemacht und konnte ihrem alkoholsüchtigen Mann Andrew gerade noch rechtzeitig mitsamt ihrer Tochter entkommen. Elf Jahre sind seither vergangen. Elf Jahre die Andrew im Gefängnis verbrachte, da er den Tod einer jungen Frau verursachte. Doch nun ist er wieder auf freiem Fuß…

Da Sophie ihren Vater als liebevollen Menschen in Erinnerung behalten hat, möchte sie nach dessen Entlassung wieder Kontakt mit ihm aufnehmen – gegen den eindringlichen Wunsch ihrer Mutter. Doch für ein Verbot ist es bereits zu spät und so steht Lindseys früherer Peiniger plötzlich vor ihrer Haustür. Zwar gibt Andrew sich als geläutert, doch bereits kurze Zeit nach seiner Ankunft in der Stadt beginnen sich die Unfälle in Lindseys und Sophies Umfeld zu häufen. Müssen die beiden Frauen erneut fliehen, um seiner Rache zu entkommen oder steckt etwas anderes hinter den mysteriösen Vorfällen?

Ich beobachte dich – Über die Autorin

Bereits mit den ersten Worten ihres Romans schafft es Chevy Stevens einen bedrohlichen Ton zu treffen, der die Stimmung für alles was folgt perfekt zu setzen weiß. Über die mehr als 400 Seiten von „Ich beobachte dich“ erlebt der Leser nicht nur das aktuelle Martyrium aus Lindseys Sicht, wir werden auch Zeuge des Anfangs ihrer Beziehung mit Andrew und der erschütternden Entwicklung, die diese nimmt. Gleichzeitig wird auch die Perspektive von Sophie aufgegriffen, um Einblick in ihre Motivation und Gedanken zu erhalten. So schafft es Chevy Stevens ein sehr detailliertes und realistisches Bild der Situation zu entwerfen und durch die unterschiedlichen Eindrücke, von denen man sich nie sicher sein, welche letztendlich richtig sind, immense Spannung aufzubauen.

Fazit: „Ich beobachte dich“ ist absolut fesselnde Leseunterhaltung, die mit realistischen Charakteren, nervenzerreißender Spannung und überraschenden Wendungen von Anfang bis Ende überzeugen kann.

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