Unser Buchtipp: Hinter den Türen

Hera Lind hat mit Hinter den Türen einen neuen Roman verfasst, der auf einer wahren Geschichte beruht. Eine Bilderbuchfamilie begibt sich mit der Aufnahme von drei Pflegekindern auf eine riskante Reise und gefährdet damit ihr persönliches Familienglück.

Hinter den Türen - Inhalt

Eine deutsche Vorzeigefamilie bestehend aus Mutter Juliane Bressin, 43 Jahre, ihrem vier Jahre jüngerer Ehemann Jonathan Bressin, sowie den beiden Kindern Tim (11 Jahre) und die Lilli (9 Jahre) bewohnt ein kleines Reihenhaus am Rande des Kölner Stadtwaldes. Mit zur Familie gehört außerdem ein Zwergschnauzer namens Socke. Juliane ist überglücklich mit ihrer Familie. Ihr geschätzter Ehemann Jon ist Pflegedienstleiter in der Uniklinik, wahrend Juliane halbtags in einer Kita arbeitet. Die Kinder sind gut in der Schule, sportlich, spielen ein Instrument und stärken bei den Pfadfindern ihre Sozialkompetenzen. Alles ist perfekt.

Als Juliane in der Zeitung davon liest, dass drei Geschwisterkinder eine Pflegefamilie suchen, spielt sie direkt mit dem Gedanken ihr Glück zu teilen und die drei aufzunehmen. Auch der Rest der Familie ist spontan begeistert von der Idee. Wie sich herausstellt sind die Pflegekinder sechs, zehn und zwölf Jahre alt. Der Zehnjährige ist ein Junge, die beiden anderen Kinder sind Mädchen mit thailändischer Abstammung. Der Vater, ein Deutscher Handwerker, hatte vor sechs Jahren einen tödlichen Unfall und die thailändische Mutter hatte einen Hirninfarkt und liegt seit Monaten im Koma. Verwandte in Thailand gäbe es zwar, aber die Kinder sind in Deutschland geboren und gehen hier zur Schule und haben keinen Bezug zu Thailand. Von Seiten der Stiftung, die die Vermittlung der Kinder für das Jugendamt anbahnt, wurden die drei Geschwisterkinder als „ganz normale Kinder“ angepriesen, die keine Gewalt oder Vernachlässigung erfahren haben. Doch schon bald ahnt Juliane, dass den Kindern Schlimmes widerfahren sein muss und auch ihr Glück beginnt zu bröckeln…

Hera Lind - über die Autorin

Hera Lind stammt aus Bielefeld, lebt aber seit 18 Jahren in Salzburg, da sie einen Österreicher heiratete. Hera Lind hat Musik und Theologie studiert. Ihre Kindheit war durch ihre Mutter, die Organistin war, stark religiös und musikalisch geprägt. In ihren ersten feministischen Büchern hat Hera Lind jedoch dem katholischen Glauben getrotzt und die Ehe durchaus in Frage gestellt. Am Anfang ihrer Schriftstellerkarriere stand der Zufall. Sie war hochschwanger mit dem ersten Sohn und konnte nicht mehr öffentlich singen. Aus der Not und Langeweile heraus, hat sie dann ihren ersten Roman „Ein Mann für jede Tonart“ geschrieben, der sich eine Million Mal verkauft hat. Und so wurde aus der Sängerin Herlind Wartenberg (so Hera Linds wirklicher Name) die Bestsellerautorin Hera Lind. Einige Zeit verfolgte Hera Lind beide Karrieren weiter, doch am Ende setzte sich das Autorendasein durch. Hera Lind hat über viele Jahre hinweg Tagebuch geschrieben. Aus einem Fundus von 40 bis 50 Tagebüchern schöpft Hera Lind genügend Stoff für ihre Romane. 1988 reiste Lind selbstbewusst zur Buchmesse und drückte einem Verleger ihr Manuskript in die Hand. Ihr Durchbruch gelang ihr mit dem Buch „Das Superweib“, von dem 3,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Ihren Ehemann hat sie auf einem Traumschiff kennen gelernt. Herlind Wartenberg hatte damals Gesangsauftritte auf Kreuzfahrtschiffen, als sie ihm begegnete. Seit 18 Jahren ist sie mit ihm glücklich verheiratet. Doch der Anfang war sehr schwer. Denn die vierfache Mutter, die sich in einen anderen Mann verliebte, wurde von der Presse niedergemacht und als „Rabenmutter“ bezeichnet. Ihr wurden sämtliche Verträge gekündigt und sie stand vor dem Nichts. Kaum hat sie das Tief ihres Lebens einigermaßen überwunden, folgte ein zweiter derber Tiefschlag. Der Verwalter ihres Geldes hatet in Ost-Immobilien investiert und Hera Lind damit ein siebenstelliges Minus auf ihrem Konto beschert. Die letzten zwölf Jahre hat Hera Lind gearbeitet um ihre Verluste wieder auszubügeln. Erst seit Anfang dieses Jahres kann sie wieder schuldenfrei und sorgenfrei durchstarten und hoffentlich noch viele weitere Romane verfassen.

Fazit: Hinter den Türen ist ein spannender Roman, der sich mit dem Abenteuer Pflegefamilie beschäftigt und zeigt, dass in Wahrheit hinter den Türen nichts so ist, wie es scheint…

 

Kommentar schreiben



ähnliche Beiträge
Unser Buchtipp: Die Fotografin
Unser Buchtipp: All die unbewohnten Zimmer