Unser Buchtipp: Die Stille des Todes

Die Stille des Todes“ heißt der erste Band der Reihe „Inspektor Ayala ermittelt“ und ist gleichzeitig der Debütroman der spanischen Schriftstellerin Eva García Sáenz. In ihrem Heimatland konnte jeder ihrer bisher erschienenen drei Bände den Spitzenplatz der Bestsellerlisten erobern, insgesamt verkauften sich ihre Bücher sogar bereits über eine Million Mal. Aufgrund der immensen Popularität ihres Ermittlers mit dem Spitznamen „Kraken“ werden die Werke von Eva García Sáenz nun auch in zahlreiche weitere Sprachen übersetzt. Ein Kinofilm sowie eine TV-Serie auf Basis ihrer Kriminalromane sind ebenfalls in Planung.

In Deutschland erschien nun vor wenigen Wochen der Auftakt der Krimi-Reihe um Inspektor Ayala. Der zweite Band, „Das Ritual des Wassers“, soll bereits im Oktober folgen und auch für den dritten Band, „Die Herren der Zeit“, ist schon ein Veröffentlichungstermin für März 2020 vorgesehen.

Die Stille des Todes - Inhalt

Ausgerechnet zur Feier des „Día del Blusa“ wird Vitoria, die Hauptstadt des Baskenlands, von zwei grausamen Morden erschüttert. Als der auf Serienverbrechen spezialisierte Inspektor Ayala am Tatort, einer alten Kathedrale, eintrifft, schockiert ihn der Anblick sehr. Die Körper der Opfer - ein Mann und eine Frau, beide zwanzig Jahre alt - sind in einer Art und Weise arrangiert, die ihn an eine zwei Jahrzehnte alte Mordserie erinnern. Doch der damalige Täter, ein landesweit hoch angesehener Archäologe, sitzt noch immer hinter Gittern – überführt von seinem eigenen Zwillingsbruder.

Als weitere Leichen, die in das Muster des Wahnsinnigen fallen, aufgefunden werden, kommen Zweifel an der Schuld des Inhaftierten auf. Wurde ein Unschuldiger fälschlicherweise verurteilt oder handelt es bei den neuen Morden um einen Nachahmungstäter? Inspektor Ayala und sein Team sehen sich einem genialen Verbrecher gegenüber, der ihnen jederzeit einen Schritt voraus zu sein scheint. Werden sie ihm dennoch das Handwerk legen können?

Die Stille des Todes – Krimikost auf spanische Art

Wer dem Erstlingswerk von Eva García Sáenz eine Chance gibt wird schnell verstehen, warum „Die Stille des Todes“ in Spanien zu einem so großen Erfolg wurde: Ein sympathischer Ermittler der von einem interessanten Team unterstützt wird, ein verstörender und gleichzeitig faszinierender Kriminalfall voller Wendungen und falschen Fährten, sowie ein wunderschöner Schauplatz voll von historischen Bauten machen diesen Thriller zu etwas Besonderem. Die Stadt Vitoria, aus der die Autorin auch selbst stammt, wird vor den Augen der Leser zum Leben erweckt und mit zahlreichen geschichtlichen und mythologischen Details ausgeschmückt. Um Verständnisschwierigkeiten bei den spanischen Begriffen zuvorzukommen ist auch ein praktisches Glossar, Personenregister und eine Karte der Umgebung im Buch enthalten. Wer also Lust auf eine spannende Urlaubsreise ins Baskenland hat (wenn auch nur im Geiste), sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Fazit: „Die Stille des Todes“ von Eva García Sáenz ist ein fesselnder Spanien-Krimi, der seinen einzigartigen Schauplatz vollends ausnutzt. Die Vorfreude auf die Fortsetzung „Das Ritual des Wassers“ ist groß!

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