Unser Buchtipp: Der Mond des Vergessens

Mit seinem Debütroman „Der Mond des Vergessens“ wagt sich der US-Amerikaner Brian Lee Durfee, der in der Vergangenheit vor allem als Illustrator für namhafte Unternehmen in Erscheinung trat, an seine eigene Fantasy-Erzählung epischen Ausmaßes heran. Sein erstes Buch ist gleichzeitig auch der Auftakt einer fünf Bände umfassenden Fantasy-Reihe mit dem Namen „Die fünf Kriegerengel“, deren zweiter Teil noch 2018 im englischen Original unter dem Titel „The Blackest Heart“ erscheinen soll.

Der Mond des Vergessens - Inhalt

Der Mond des VergessensDie Fünf Inseln befinden sich in Aufruhr. Die Armee des weißen Prinzen befindet sich auf einem Kreuzzug um das letzte freie Königreich Gul Kana zu erobern, die Anhänger des Gottes Laijon zu unterwerfen und seine eigene Religion zu verbreiten. Der König von Gul Kana, der den Thron von seinem im Krieg gefallenen Vater übernehmen musste, weigert sich, die drohende Gefahr zu sehen und zieht sich immer weiter zurück. Seine beiden willensstarken Schwestern versuchen hingegen ihr Land zu beschützen, selbst wenn sie dabei ihr Leben riskieren – oder sich gegen die eigene Familie stellen müssen.

Zur gleichen Zeit wird der 17-jährige Nail, ein Waise mit einer geheimnisumwobenen Vergangenheit, in einem abgelegenen Hafendorf, das bald zum Ziel der fanatischen Invasoren werden könnte, zum Soldaten ausgebildet. Doch sein Ziehvater, der ebenso mysteriöse Shawcroft, glaubt, dass Nail zu Größerem berufen ist. Denn die einzige Hoffnung auf Rettung ruht in dem Glauben an die Rückkehr der fünf Kriegerengel, die mit ihren sagenumwobenen Waffen den Untergang des Landes aufhalten können…

Der Mond des Vergessens – Der Anfang eines großen Epos

Der mehr als 800 Seiten starke Auftakt zu Brian Lee Durfees High-Fantasy-Buchreihe vereint alles, was das Herz von Genre-Fans höherschlagen lässt: Komplexe Charaktere, große Schlachten und eine lebendige Welt voller Intrigen, Legenden und Prophezeiungen. Die Handlung wird dabei aus wechselnden Perspektiven der verschiedenen Protagonisten erzählt, was nicht nur für regelmäßige Abwechslung beim Lesen sorgt, sondern auch dabei hilft tiefer in die Geschichte einzutauchen. Die Konstante über alle Handlungsstränge hinweg ist allerdings die unglaubliche Spannung, die erzeugt und das Gefühl der Bedrohung, das vermittelt wird - egal ob es um politische Machtspiele, religiösen Wahn oder martialische Duelle geht. Und mag man auch noch so oft glauben zu wissen, wohin die Reise geht, so häufig wird man von Durfee eines Besseren belehrt. Was für ein Debüt!

Fazit: Einzigartige Charaktere, unglaubliche Abenteuer und eine neue, großartige Fantasy-Welt voller Tiefe machen „Der Mond des Vergessens“ zu einem unvergesslichen Erlebnis und die Nachfolgebände von „Die fünf Kriegerengel“ zur absoluten Pflichtlektüre.

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