Unser Buchtipp: Der dunkle Garten

„Der dunkle Garten“ heißt der neueste Roman der irischen Bestsellerautorin Tana French, die mit ihrer beliebten „Mordkommission Dublin“-Reihe internationale Bekanntheit erlangte. Tatsächlich handelt es sich bei „Der dunkle Garten“ sogar um den ersten eigenständigen Roman der Autorin abseits dieser Reihe. Doch dank ihres unvergleichlichen Schreibstils müssen sich Leser keine Sorgen machen, dass ihr jüngstes Werk ihren Vorgängern aufgrund der fehlenden bekannten Charaktere und einer anderen Ausrichtung in irgendeiner Weise nachsteht.

Der dunkle Garten - Inhalt

Der 28-jährige Toby führt ein angenehmes Leben in Dublin, mit einem guten Job und einer tollen Freundin. Unter seinen Freunden gilt er als absoluter Glückspilz, da er ohne größere Widerstände durchs Leben marschiert und es stets schafft, sich aus jeder Problemsituation herauszuwinden, sollte doch einmal etwas schiefgehen. Doch als er eines Nachts Einbrecher in seiner Wohnung überrascht wendet sich das Blatt für Toby. Er wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert und überlebt nur knapp. Fortan leidet er aufgrund seiner Schädelverletzung an umfangreichen Gedächtnislücken und auch die Nutzung seines linken Arms und Beins sind beeinträchtigt.

Als sein Onkel kurz darauf einen Schlaganfall erleidet und Pflege bedarf, entschließt er sich in dessen Anwesen, das Efeuhaus, zu ziehen und sich vorübergehend um ihn zu kümmern. Gemeinsam mit seiner Cousine Susanna und seinem Cousin Leon verbrachte er in seiner Jugend wunderschöne Sommer in dem Haus und hofft, sich dort selbst etwas erholen zu können. Doch als die gesamte Familie im Efeuhaus zu einem Treffen zusammenkommt, machen die Kinder im Garten eine grausige Entdeckung: Einen menschlichen Schädel.

Die Polizei wird umgehend eingeschaltet und es stellt sich heraus, dass es sich bei den Überresten um einen Jugendfreund von Toby handelt, der lange als vermisst galt. Was ist in dem Garten passiert? War es ein Unfall, Selbstmord oder etwa Mord? Nach und nach werden die Geschehnisse der Vergangenheit aufgearbeitet und Tobys Erinnerungen setzen sich Stück für Stück zusammen – doch will er sich wirklich an das erinnern, was damals passierte?

Der dunkle Garten – Mystery auf irische Art

Mit „Der dunkle Garten“ beschreitet Tana French in mehreren Bereichen Neuland: Nicht nur, dass der Roman eine in sich abgeschlossene Handlung erzählt, erstmals ist auch kein Ermittler der Protagonist der Geschichte. Um ihre Fans aber nicht völlig zu verschrecken bleibt die Autorin ihrem gewohnten Handlungsort Dublin treu. Auch die genau ausgearbeiteten Charaktere und die unglaublich spannende Handlung, die durch den unzuverlässigen Erzähler Toby noch einmal undurchschaubarer wird, ist genau das, was man von Tana French erwartet - Fesselnd bis zur letzten Seite!

Fazit: Tana Frenchs erstes Standalone-Werk „Der dunkle Garten“ schafft die perfekte Balance zwischen neuen und bekannten Elementen der Krimiautorin und ist daher ein absolutes Muss für Mystery-Fans.

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