Unser Buchtipp: Das brennende Labyrinth

Antike Göttersagen in unsere moderne Zeit zu übertragen ist das Spezialgebiet des US-amerikanischen Autors Rick Riordan. Seine Jugendbuchreihe „Percy Jackson“, Riordans Abenteuerreise griechischer Halbgötter, wurde zum internationalen Bestseller und sogar teilweise verfilmt. Auch seine weiteren Werke, wie etwa „Magnus Chase“ oder die „Kane Chroniken“, die sich mit nordischen und ägyptischen Mythen befassen, jedoch alle in der gleichen Welt angesiedelt sind, begeistern seit Jahren Millionen von Lesern weltweit. Nun ist vor kurzem sein neuestes Buch „Das brennende Labyrinth“ erschienen, der dritte Band der „Die Abenteuer des Apollo“ – Reihe, in der der in einen Teenager verwandelte Gott Apollo zahlreiche Prüfungen bestehen muss, um erneut ins Pantheon des Olymps  aufsteigen zu können.

Das brennende Labyrinth - Inhalt

Lester Papadopoulos, wie der Gott Apollo genannt wird, seit ihn sein Vater Zeus vor einigen Monaten in den Körper eines Teenagers verbannt hat, hat es wahrlich nicht leicht. Zunächst wurde er dazu verpflichtet der Halbgöttin Meg hörig zu sein, dann muss er fünf verschwundene Orakel finden und retten und als wäre das alles nicht genug, sieht er sich drei bösartigen römischen Kaisern gegenüber, die es auf ihn und seine Gefährten abgesehen haben.

Zwei anstrengende Prüfungen konnte Apollo glücklicherweise bereits bestehen, doch nun ist er einem noch unheimlicheren Widersacher und noch größeren Gefahren ausgesetzt. Gemeinsam mit Meg und dem Satyr Grover schlägt sich der nicht ganz so heldenhafte Apollo durch das magische Labyrinth des Dädalus in dem auch so einige Monster ihr Unwesen treiben. Und als das Trio auf die Spur des nächsten Orakels gerät erhalten sie unerwartete Unterstützung einer anderen Heldentruppe. Können sie dem Bösen mit vereinten Kräften Einhalt gebieten und ihre Mission erfüllen?

Das brennende Labyrinth – Neues Abenteuer mit Nostalgie-Faktor

Seit mehr als zehn Jahren erweitert Rick Riordan das Universum seiner Bücher konsequent um zusätzliche Mythologien, Helden und Widersacher. In „Das brennende Labyrinth“ gibt es daher wieder einmal ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Haupt- und Nebencharaktere aus seinen anderen Erfolgsserien: Grover, der Fan-Liebling aus „Percy Jackson“, ist da nur der Anfang und gerade die Charaktere aus den „Helden des Olymp“ - Jugendbüchern sind hier mehr als nur schmückendes Beiwerk und treiben die Geschichte und die Entwicklung der „neuen“ Protagonisten enorm voran.

Doch auch abseits der Nostalgie kann „Das brennende Labyrinth“ vollends überzeugen. Mit toller Action, bissigem Humor und immer neuen Ideen für spannende Abenteuer auf Basis bekannter Sagen und Legenden ist der dritte „Apollo“-Band für Leser aller Altersstufen geeignet. Zwar werden langjährige Rick Riordan Fans hier ganz besonders auf ihre Kosten kommen, aber auch ohne das Vorwissen aus dutzenden Büchern macht „Das brennende Labyrinth“ äußerst viel Spaß. Kenntnisse aus den direkten Vorgängern „Das verborgene Orakel“ und „Die dunkle Prophezeiung“ sind zwar empfehlenswert, allerdings schafft die Geschichte es auch so auf eigenen Beinen zu stehen. Zwei weitere Fortsetzungen, die die Reihe abschließen werden, sind ebenfalls bereits geplant und lassen hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten.

Fazit: „Das brennende Labyrinth / Die Abenteuer des Apollo Bd.3“ von Rick Riordan ist der bisher beste Teil dieser mythologischen Fantasyreihe und auch für sich genommen ein großartiger Roman, der Jung und Alt gleichermaßen begeistern wird.

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