Unser Buchtipp: Arthur und die Farben des Lebens

Der französische Autor Jean-Gabriel Causse hat mit Arthur und die Farben des Lebens ein bezauberndes Stadtmärchen verfasst, das in seiner Art einzigartig ist und uns die Welt und ihre Farben in neuem Licht erscheinen lässt. Er schafft es, die Farben durch Hören, Riechen und Schmecken dem Leser völlig neu zu vermitteln, gerade so als wäre man vorher blind durch die Welt gelaufen.

Arthur und die Farben des Lebens - Inhalt

Die ersten dreißig Jahre lief alles glatt im Leben von Arthur Astorg. Er war attraktiv, sportlich und hatte beruflichen Erfolg. Im Alter von 30 Jahren war er im internationalen Vertrieb eines Start-up Unternehmens auf der Überholspur angekommen. Dann plötzlich wendete sich das Blatt. Eine unglückliche Liebe und die Scheidung seiner Eltern versetzen Arthur in eine Krise. Er begann zu Trinken und gab das Rugbyspielen auf. Die Abwärtsspirale drehte sich unaufhörlich weiter: er verlor seine Arbeit, seine Freunde und seinen Führerschein. Drei Jahre später bekam er dann vom Arbeitsamt einen Job in der Buntstiftefabrik Gaston Cluzel, die jedoch kurze Zeit später Konkurs anmelden muss. Arthur ist enttäuscht und wütend und mischt kurzerhand alle verbliebenen Pigmente in die Farbmischungen. Die letzten Buntstifte der Fabrik Gaston Cluzel sind von nie gesehener Leuchtkraft.

Plötzlich geschieht etwas Außergewöhnliches: Die Farben verschwinden von der Erde. Zunächst die Farbe Gelb, was die meisten Menschen noch unbeeindruckt lässt, mit Ausnahme von Ajay, einem indischen Taxifahrer in New York. Schließlich erkennt jetzt kein Fahrgast sein Fahrzeug mehr als Taxi. Nach und nach verblassen auch die anderen Farben und die ganze Welt erscheint nur noch in schwarz, weiß und grau. Die Welt gerät aus den Fugen: weil die Ampeln nicht mehr leuchten, ereignen sich Verkehrsunfälle, die Designer dieser Welt sind außer sich und die Geschäfte und Cafés bleiben leer, weil die Menschen keine Freude mehr am Leben haben. Lediglich der Absatz von LSD schnellt in die Höhe.

Die Neurowissenschaftlerin Charlotte versucht eine wissenschaftliche Erklärung für die Ereignisse und das Verschwinden der Farben zu finden und berichtet darüber in ihrer Radiosendung. Charlotte ist alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter und zugleich Arthurs Nachbarin. Arthur hat schon länger ein Auge auf Charlotte geworfen und versucht ihr näher zu kommen, indem er ihrer Tochter Louise einen pinken Buntstift aus der letzten Charge der Buntstiftfabrik schenkt. Das Bild, das Louise mit diesem Farbstift malt, ist tatsächlich pink und jeder, der das Bild betrachtet kann die Farbe erkennen. Hat Louise etwa eine besondere Gabe?

Als die chinesische Mafia davon erfährt und ein großes Geschäft wittert, sind sie hinter Arthur, Charlotte und Louise her…

Farbdesigner Jean-Gabriel Causse - über den Autor

Jean-Gabriel Causse ist Ende 40 und lebt in Paris und Tokio. Als Farbdesigner arbeitet er unter anderem für Jil Sander in Japan. Arthur und die Farben des Lebens ist sein erster Roman. In Causses Heimat wurde das Buch von der Presse gelobt und von Lesern gefeiert. Nun wurde der Roman ins Deutsche sowie neun weitere Sprachen übersetzt. Eine Verfilmung von Arthur und die Farben des Lebens ist in Vorbereitung.

Fazit: Arthur und die Farben des Lebens ist tiefsinniger und warmherziger, lebendiger und einzigartiger Roman und die beste Medizin gegen graue Gedanken. Ein Buch für alle, die mit dem Herzen sehen!

PS: Wenn man das Buch gelesen hat, bekommt man Lust, einen Farbstift in die Hand zu nehmen und den Umschlag in voller Farbenfreude zu gestalten.

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