Unser Buchtipp: All die unbewohnten Zimmer

All die unbewohnten Zimmer“ heißt der neueste Meisterstreich des bekannten deutschen Schriftstellers Friedrich Ani. In diesem bringt der vielfach ausgezeichnete Roman- und Drehbuchautor (u. a. für „Tatort“) zahlreiche seiner beliebtesten Krimifiguren für die Ermittlungen an einigen hochkomplexen Fällen zusammen. Angefangen mit Ermittlerurgestein Tabor Süden, den Ani seit 1998 schon in über 20 Fällen hat ermitteln lassen, über Polonius Fischer und Fariza Nasri hin zu Jakob Franck ist die Protagonistenriege in „All die unbewohnten Zimmer“ mit alten Bekannten hochkarätig besetzt. Doch handelt es sich bei Friedrich Anis neuestem Werk beinahe mehr um eine Art Gesellschaftsroman, denn um einen klassischen Kriminalroman, was der Geschichte eine besondere Faszination verleiht.

All die unbewohnten Zimmer – Inhalt

Als auf dem Weißenburger Platz in München Schüsse fallen ist Kriminaloberkommissarin Fariza Nasri eine der ersten, die am Tatort eintrifft. Nur wenige Minuten sind seit dem Vorfall vergangen, doch für eine Passantin kommt bereits jede Hilfe zu spät und ein zweites Opfer, ein Polizist, wurde schwer verwundet. Ohne über ihre eigene Sicherheit nachzudenken oder auf Verstärkung zu warten folgt die Kommissarin den Hinweisen der Augenzeugen zur Herkunft der Schüsse, um den Täter umgehend zu stellen. Aber alles was sie vorfindet ist eine verlassene Wohnung, vom Täter keine Spur.

Zwar ist ein Verdächtiger schnell identifiziert, dennoch bleibt die Suche nach dem Mann erfolglos. Polonius Fischer, Nazris Vorgesetzter, und sein Team, die sogenannten „zwölf Apostel“, setzen alles daran um den Fall schnellstmöglich aufzuklären.

Die Untersuchungen ziehen immer größere Kreise und rufen weitere Ermittler auf den Plan. Auch die Ermordung eines Polizisten bei einer rechten Demo sorgt für Entsetzen unter den Beamten und gibt weitere Rätsel auf. Besteht eine Verbindung zwischen den Verbrechen?

All die unbewohnten Zimmer – Ein spannendes Crossover

In fünf Teilen erzählt Friedrich Ani in „All die unbewohnten Zimmer“ seinen literarischen Kriminalroman, in dem sich die Wege seiner vier eigenwilligen Protagonisten kreuzen und durch die er dem Leser einen Blick auf unsere heutige Gesellschaft präsentiert. Ganz gleich ob man der Geschichte aus der Perspektive der forschen Kommissarin Nazri, die Jahre nach ihrer Versetzung in die Provinz eine zweite Chance in der Großstadt erhält, oder dem ehemaligen Mönch Polonius Fischer, der die Leitung des Dezernats K111 innehat, folgt - Egal, ob man mit dem auf Vermisstenfälle spezialisierten Detektiv Tabor Süden auf Personensuche geht oder Jakob Franck dabei begleitet, wie er für die Polizei Todesnachrichten an Angehörige überbringt: Die Art und Weise wie Friedrich Ani die Eigenheiten seiner Charaktere in „All die unbewohnten Zimmer“ herausstellt, je nach Perspektive bestimmte Details enthüllt und dabei die einzelnen Handlungsstränge in ein großes Ganzes zusammenführt ist schlichtweg faszinierend und ergibt ein durchweg spannendes Leseerlebnis.

Fazit: Die einzigartigen Charaktere, der beeindruckende Schreibstil und die fesselnde Handlung machen „All die unbewohnten Zimmer“ von Friedrich Ani zu einem unbedingt empfehlenswerten (Kriminal-)Roman.

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