Steve Jobs – Unser Filmtipp

Steve Jobs

Steve JobsIn New York hielten Millionen Menschen Kerzen in die Luft. Keine echten, sondern lediglich die App fürs iPhone oder iPad. Zeitgleich liefen auch in Tokyo reihenweise Tränen. Der Grund war der Tod eines Idols, des Apple-Mitbegründers Steve Jobs, der mit seinem Tod am 5. Oktober 2011 eine große Lücke hinterließ. Noch immer wird der Mann als Genie heroisiert, viele Mitglieder der durch Technik geprägten Generation rühmen noch heute seine Bedeutung. Zu Recht, das macht auch die Filmbiografie „Steve Jobs“ von Regisseur Danny Boyle („Slumdog Millionär“) deutlich. Das Biopic zeigt ein ambivalentes Bild der Ikone. Eines, das den brillanten Entwickler ebenso wie den Privatmenschen, der auch mal auf sozialen Widerstand traf, präsentiert.

Steve Jobs und seine drei großen Produktionen

Steve Jobs (Michael Fassbender) hat es geschafft, seinen Namen auf Ewigkeit in die Annalen zu schreiben. Verantwortlich dafür sind vor allem drei besondere Meilensteine in seiner Karriere bei Apple. Genau nach diesen ist auch „Steve Jobs“ strukturiert. Boyle erzählt die Geschichte anhand der drei großen Produktpräsentationen – Macintosh 1984, NeXT 1988 und iMac 1998. Allerdings geht es dabei weniger um die Produkte als vielmehr um den Menschen, der dahinter steht. Samt aller äußeren Einflüsse und inneren Konflikte. Grundlage ist die sehr authentische Jobs-Biographe von Walter Isaacson, die Aaron Sorkin („The Social Network“) für das Drehbuch nutzte.

Steve Jobs – Eine gelungene Dokumentation über einen großen Mann

Es ist nicht leicht,  das Leben des Apple-Virtuosen in Bilder zu packen. Fassbender zeigt sich jedoch in blendender Verfassung und das gilt auch für seine Kollegen. Umgeben von Marketing-Managerin Joanna Hoffman (Kate Winslet), Softwareentwickler Andy Hertzfeld (Michael Stuhlbarg) und Mitbegründer Steve Wozniak (Seth Rogen) tüftelt Jobs kurz vor der Enthüllung 1984 noch mal an den Problemen mit dem Sprachprogramm herum und zeigt sein ganzes Können. Parallel dazu thematisiert Boyle auch das Privatleben, gibt der fünfjährigen Tochter Lisa (Mackenzie Moss), die Jobs nicht anerkennen will, einen Raum. Es sind genau diese zwei Perspektiven beim Blick auf die Apple-Legende, die „Steve Jobs“ so sehenswert und den Film letztlich zu einer gelungenen Dokumentation machen.

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