Unser Buchtipp: Anna McPartlin – Die letzten Tage von Rabbit Hayes

McPartlin - Rabbit Hayes

McPartlin - Rabbit HayesWährend der nächsten Tage wird sich die Familie ganz besonders in den Vordergrund schieben. Dieser enge Personenkreis ist das Wichtigste, das wir haben. Er gibt uns Halt und unterstützt uns, wo er nur kann. Während dieser Feiertage können sich all jene glücklich schätzen, in deren Familie es gut läuft. Bei der Hauptperson in Anna McPartlinsDie letzten Tage von Rabbit Hayes“ liegt in eben jener nämlich einiges im Argen. Jede der vorgestellten Personen im Roman hat sein Päckchen mit sich herumzuschleppen. Diejenige, der es eigentlich am schlechtesten geht, verkörpert da zumeist noch den größten Esprit. Rabbit Hayes hat Brustkrebs im Endstadium. Neun Tage bleiben ihr noch, um in der Familie die Wogen zu glätten.

Rabbit Hayes letzter Kampf

Brustkrebs ist eine Krankheit, an der jährlich viele Frauen erkranken, sogar Männer kann es treffen. Jeder, der daran stirbt, ist einer zu viel, denn früh erkannt, lässt sich das Übel eindämmen. Für Rabbit Hayes kommt jede Hilfe zu spät. Der Leser des Romans „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ wird direkt in die titelgebende Zeit transferiert. Die Mutter einer Zwölfjährigen hat noch ein wenig mehr als eine Woche Zeit, um sich vollkommen aus dem Leben zu verabschieden. Eine Zeit, die sie nach bestem Gewissen nutzen möchte und in der sie möglichst jedem Menschen, der ihr nahe steht, noch einmal nahe kommen möchte. Es ist der letzte Kampf einer Frau, für die es keine Hoffnung mehr gibt.

Rabbit Hayes Geschichte ist traurig, schenkt aber Hoffnung

Allein die Thematik von „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ verhindert es, dass man beim Lesen in diesem Buch viel lächeln kann. Dennoch aber mischt sich etwas Erleichterung in die tiefgründige Trauergrundhaltung, weil Rabbit Hayes immer wieder zeigt, dass sie ihr Leben nicht beweint, sondern in Gutem beendet und dem Leser somit Hoffnung schenkt. Das müssen nach und nach auch alle anderen Menschen des Werkes erkennen. Ihre Eltern Molly und Jack, die natürlich um die Tochter trauern und ganz eigenwillig mit ihrem bevorstehenden Tod umgehen ebenso wie die Geschwister Davey und Grace, wobei Letztere bereits mit dem Schicksal abgeschlossen hat. Eine wichtige Rolle erhält Marjorie, die beste Freundin, die Hayes zu jeder Zeit Kraft und Halt spendet. Am meisten bewegen aber dürfte die Darstellung von Tochter Juliet, die gerade einmal zwölf ist, aber schon wahnsinnig stark sein muss.

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