Khaled Hosseini wird 50

Hosseini - Traumsammler

Hosseini - TraumsammlerKhaled Hosseini ist ein wirklich einflussreicher Schriftsteller. Der in Kabul geborene Autor hat es geschafft, dass wir Mitteleuropäer, die noch nie in einem der aktuellen Kriegsgebiete waren, ein anderes Bild von der Szenerie dort bekommen. Mein Wissen über das alltägliche Leben in Afghanistan basierte auf der Berichterstattung in den Nachrichten oder einzelnen Dokumentationen über die Zustände vor Ort. Dank Khaled Hosseini hat sich das geändert, weil er in seinen Werken ein anderes Afghanistan zeigt, eines aus Sicht der Menschen. Im Rahmen der natürlich präsenten kriegerischen Auseinandersetzungen stellt er einzelne Charaktere vor, die sinnbildlich für die vielen leidenden Seelen des Landes stehen. Allein der Umstand, dass er ihnen ein Sprachrohr ermöglicht, ist es wert, an seinem 50. Jahrestag auf den Autor und seine Werke zu schauen.
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Still Alice – Unser Filmtipp

Still Alice

Still AliceAuf der Welt gibt es wahnsinnig viele Krankheiten, gegen die trotz des fortschreitenden Entwicklungsstandes unserer Spezies immer noch kein heilendes Mittel gefunden ist. Es gibt unvorhersehbare Komplikationen, die das Leben eines Menschen in Windeseile zerstören können. Man kann an einem Tag mitten im Leben stehen und am nächsten bei einem Autounfall, einem Terrorangriff oder durch andere Geschehnisse versterben. Zu diesem plötzlich eintretenden Todesfall kommen noch Erkrankungen zu, die das Szenario über Jahre hinziehen, letztlich aber die gleiche Quintessenz mitbringen. Die Frage ist, was dabei als schlimmer eingestuft werden muss. Schaut man sich die guten 100 Minuten unsere heutigen Filmtipps an, würde man vermutlich die langhinziehende Erkrankung als dramatischer einstufen. „Still Alice“ problematisiert das Thema Alzheimer und widmet sich der unheilbaren Krankheit mit großer Einfühlsamkeit.
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Wundertüte von Susanne Fröhlich – Unser Buchtipp

Fröhlich - Wundertüte

Fröhlich - WundertütePatchwork-Familien sind im Jahr 2015 wahrlich keine Besonderheit mehr. Bei Paaren, die aus früheren Beziehungen Kinder mit in eine neue Gemeinschaft bringen, rümpft heute niemand mehr seine Nase. Dennoch ist es für Andrea Schnidt, die Frau in Susanne Fröhlichs neuem Roman „Wundertüte“ eine Sache, die sie am neuen Traummann zweifeln lässt. Eigentlich ist der nämlich perfekt, passt optisch und auch vom Wesen her voll in ihr Leben, wäre da nicht seine Tochter. Davor sollte man sich vielleicht besser in Acht nehmen, denn einfach ist so eine Situation nie.
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American Sniper – Unser Filmtipp

American Sniper Filmposter

American Sniper FilmposterIn der Welt gibt es viele politische Fragen und Diskussionsthemen, in denen selten eine einheitliche Meinung gefunden wird und sich stattdessen unterschiedliche Meinungspole entwickeln. Ein Bereich, auf den das besonders zutrifft, ist der militärische Kriegseinsatz in Ländern, die in der westlichen Welt als Gefahr angesehen werden. Ob Afghanistan, der Sudan oder der Irak – für den „American SniperChris Kyle stand es nie zur Debatte, ob seine Vereinigten Staaten das Richtige tun, wenn sie diesen Ländern auf ihre Art den Frieden bringen. Chris Kyle ist der erfolgreichste Scharfschütze in der Geschichte seines Landes, verzeichnet sind mehr als 160 Liquidierungen, die „Der Teufel von Ramadi“ vorgenommen haben soll. Kyle ist 2013 auf einem Schießplatz erschossen worden, seine Autobiographie hat für Aufruhr gesorgt. Clint Eastwoods Adaption dieser außergewöhnlichen Lebensgeschichte ist unser Kinotipp für die Woche.
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And the Oscar goes to …

Birdman

BirdmanGroße Gewinner, die emotionale Reden hielten, als sie auf die große Bühne traten und ihren Goldling entgegennehmen durften und einige Verlierer, denen die Enttäuschung spürbar anzusehen waren. Ein Moderator, der sich schon vorab als die richtige Wahl erwies und fast blank zog sowie ein Showprogramm, das mal wieder für große Unterhaltung sorgte. Die Oscars 2015 gingen um die Welt. Das Dolby Theatre entpuppte sich in der vergangenen Nacht mal wieder als gigantische Sammelstelle für die ganz Großen des Filmgeschäfts. Mit „Birdman“ und „Grand Budapest Hotel“ gab es vorher zwei große Favoriten, beide freuten sich abschließend über vier Oscars. Die Überraschung des Abends war das Musikdrama „Whiplash“, Damien Chazelles Werk erntete insgesamt drei Trophäen.
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