Die Tribute von Panem: Mockingjay 2 – Unser Filmtipp

Mockingjay 2

Mockingjay 2Wenn eine Filmreihe auf ihr großes Finale zusteuert, steigen die Erwartungen der Zuschauer bis auf ein Maximum. „Die Tribute von Panem: Mockingjay 2“ kann diese eindeutig erfüllen, was neben einer hervorragenden literarischen Grundlage vor allem an guten Effekten und eine großartigen Jennifer Lawrence in der Hauptrolle liegt. Die Entscheidung, den dritten Panemteil von Suzanne Collins in zwei Filme aufzuspalten, ist dramaturgisch vielleicht nicht ganz ideal. Beachtet man die bisher eingespielten zwei Milliarden US-Dollar, ist aber gerade die wirtschaftliche Komponente als Grund nachvollziehbar. Fans sollte es auch nicht allzu schwer fallen, direkt in die Handlung hineingeworfen und mit vielen neuen Charakteren konfrontiert zu werden. Insofern ist „Die Tribute von Panem: Mockingjay 2“ ein 137 minütiges Kinoabenteuer, das Maßstäbe für das ausgehende Kinojahr setzt.

„Mockingjay 2“ – Der finale Bürgerkrieg gegen das Kapitol

In „Mockingjay 1“ wirkte die von Alma Coin (Julianne Moore) angeführte Rebellionsgemeinschaft aus Distrikt 13 noch wie ein etwas unkoordinierter Haufen. In „Mockingjay 2“ aber hat sich aus dem Aufstand ein echter Bürgerkrieg emporgehoben. Wichtiger Feldzug, um die Macht des Kapitol ein für alle Mal einzudämmen, ist der Angriff auf die militärische Kommandozentrale in Distrikt 2. Ohnehin ist die politische Lage für Präsident Snow (Donald Sutherland) äußerst prekär, mittlerweile haben sich nämlich alle Distrikte gegen das Kapitol erhoben. Ihr Symbol ist und bleibt Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence), die sich zu Beginn des Films erst einmal von der Attacke durch ihren psychisch beeinflussten Begleiter Peeta (Josh Hutcherson) erholen muss. Im Verlauf des Films lässt sie sich in die Höhle des Löwen locken und versucht dort gemeinsam mit Verbündeten wie Gale (Liam Hemsworth) und Finnick (Sam Claflin) dem schaurigen Machthaber ein für alle Mal das Handwerk zu legen.

„Mockingjay 2“ zeigt die Macht der Propaganda

Die unglaubliche Kraft der Propaganda ist bereits bei den vorherigen Teilen, schon in „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“, deutlich aufgezeigt worden. Snows perfide Art der Olympischen Spiele und die damit verbundene Unterjochung aller Bürger Panems zeigt sich auch im finalen Teil, der zum Showdown aus dem Kapitol eine gigantische Arena macht. Regisseur Francis Lawrence hält sich zwar grundlegend an Collins Romane, fokussiert aber unverkennbar gerade die mediale Kriegsführung. Deutlich wird das vor allem auch an der Tatsache, dass im Kapitol immer unklarer wird, auf wen sich Katniss eigentlich verlassen kann und wer für sich selbst anstatt für die Sache kämpft. Gerade diese Unkenntnis über die wahren Absichten aller handlungstragenden Figuren sorgt für ein ständiges Gefühl der Unsicherheit, das in der letzten halben Stunde von „Die Tribute von Panem: Mockingjay 2“ noch einmal königlich auf die Spitze getrieben wird.

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