Limitierte Mediabooks: Westfront 1918 & Kameradschaft

Die beiden Filmklassiker "Westfront 1918" und "Kameradschaft" von Georg Wilhelm Pabst erscheinen heute erstmals auf DVD und Blu-ray. Atlas Film bringt beide Filme als aufwendig gestaltete Mediabooks heraus. Enthalten ist neben einer DVD und Blu-ray auch ein kleines Booklet, mit originalen, historischen Dokumenten und Informationen zur Geschichte der beiden Filme. Regisseur Georg Wilhelm Pabst, geboren am 27. August 1885  war ein österreichischer Filmregisseur und gehörte zu den großen Regisseuren der Weimarer Republik.

Westfront 1918 - Vier von der Infanterie

Der Filmklassiker "Westfront 1918 - Vier von der Infanterie" feierte am 23. Mai 1930 in Berlin Premiere und war G. W. Pabsts erster Tonflim. Er spielt im Jahr 1918 und handelt von vier deutschen Soldaten die sich zum  Ende des Krieges an der westlichen Frontlinie begegnen, und die das gleiche Schicksal teilen.  Das größte Glück unter ihnen scheint Karl zu haben, der sich schon bald auf Heimaturlaub nach Berlin begeben darf. Dort findet er jedoch nicht nur bittere Armut vor, sondern auch seine Frau in den Armen eines Anderen. Und auch eine zarte Liebe mit einem französischen Bauernmädchen bedeutet in diesen Zeiten kein Lichtblick mehr. Der Alltag des Grabenkrieges, der Gas-, Artillerie- und Panzerangriffe bricht über sie herein.

Kameradschaft

Nur ein Jahr später, im Jahre 1931 drehte G. W. Pabst den Film "Kameradschaft", eine Geschichte, die die deutsch-französische Feindschaft an der Grenze nach dem ersten Weltkrieg überwindet. Als Folge der Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg ist eine alte deutsche Grube in der Lorraine in einen deutschen und einen französischen Abschnitt aufgeteilt, während über Tage die Beziehung zwischen beiden Völkern immer noch von Feindseligkeiten geprägt ist. Als bei einer Explosion im französischen Teil fast 600 Kumpel verschüttet werden, beschließen die deutschen Bergleute, trotz alter Feindschaften, trotzdem zu Helfen. Sie stellen einen Rettungstrupp zusammen und lassen sich auch von ihren Gegnern nicht aufhalten.

Fazit: Beide Filme sind nicht nur für Liebhaber und Sammler interessant, sondern für alle sehenswert, die sich etwas mehr mit der Thematik befassen wollen. Viele Szenen sind sehr eindringlich und auch heute noch hochaktuell. Alles in allem zwei spannende Zeitdokumente, die durchaus sehenswert sind.

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