Kind 44 – Unser Filmtipp

Kind 44

Kind 44Der Thriller „Kind 44“ war eines der Highlights im Jahr 2008. Ein Werk voller Spannung flatterte da aus der Feder des britischen Autors Tom Rob Smith auf den Buchmarkt. Erzählt wird die Geschichte eines KGB-Agenten in der düsteren stalinistischen Nachkriegsära. Genau von den eindrucksvollen Bildern dieser Atmosphäre zehrt der Kinofilm zum Roman. Ab dieser Woche flackert „Kind 44“ von Regisseur und Actionspezialist Daniel Espinosa über die Leinwand. Tom Hardy mimt den Hauptakteuer Leo Demidow und zeigt so wieder einmal seine ganze Manneskraft.

Kind 44 orientiert sich an der Romanvorlage

Gute 500 Seiten stark ist Smiths Roman. Er vermittelt eine eiskalte Atmosphäre und lässt die Elemente der poststalinistischen Zeit immer wieder durchsickern. Eine Zeit der Geheimnisse, politischen Wirren und in der es besser ist, über verschiedene Aspekte lieber gar nichts auszusagen. Dieser Grundtonus wird auch im Film „Kind 44“ gut eingefangen. Waisenjunge Leo Demidow (Tom Hardy) hat es geschafft sich im Zweiten Weltkrieg einen großen Namen zu machen. Im Jahr 1952 nimmt er als Eliteoffizier der Staatssicherheitsbehörde MGB einen Regimefeind fest. Der Veterinär Anatoli Brodsky (Jason Clarke) schweigt über Mitrevolutionäre. Einer seiner Helfer wird einfach so erschossen. Unter grausamer Folter gibt er dann doch sieben Namen preis. Einer davon gehört Raisa Demidow (Noomi Rapace), Leos Frau. An Perversität kaum zu überbieten, soll er nun selbst Licht in die dunkle Angelegenheit bringen. Generalmajor Kuzmin (Vincent Cassel) beauftragt Leo damit, seine Frau genau zu untersuchen und zu prüfen, ob sie dem Regime treu gesinnt ist. Ganz nebenbei sorgt der Fund eines toten Jungen auf Bahngleisen für große Unruhe und erhebt sich immer mehr als wahrer roter Strang des Films.

Kind 44 – Packend, eiskalt und spektakulär

Der Vater (Fares Fares) des Jungen ist selbst MGB-Mitarbeiter und überzeugt davon, dass jemand seinen Kleinen umgebracht hat. Mit aller Macht will er den Tätern auf die Spur, doch die Verantwortlichen stellen die Angelegenheit als traurigen Unfall dar. Ein Mord in der Sowjetunion scheint im Bereich des Unmöglichen. Mord sei eine „ausschließlich kapitalistische Krankheit“. Smith hat sich an einem bekannten Fall um einen Serienkiller orientiert und wenngleich es in der Kinofassung einzelne Änderungen gibt (der Täter, der das Kind ermordet, spielt im Film nur eine untergeordnete Rolle), bleibt die Spannung auch im Verlauf des Filmes sehr groß. Tom Hardy („Mad Max: Fury Road“) überzeugt als Darsteller ebenso wie Co-Actor Gary Oldman („The Dark Knight“).

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