Honig im Kopf – Unser Bluray-Tipp

Honig im Kopf

Honig im KopfTil Schweiger ist derzeit in sämtlichen Medien omnipräsent. Er äußert sich kritisch zur Flüchtlingsdebatte und zeigt letztlich, dass er seine Prominenz dafür einsetzen möchte, Leuten zu helfen, die es nötig haben. Dass er heute eine Person des öffentlichen Lebens ist, die wahnsinnig viel Einfluss auf die Menschen besitzt, verdankt er seinen jahrelangen schauspielerischen Leistungen. Gerade in letzter Zeit sind auch die dort behandelten Themen ernster geworden. In „Honig im Kopf“ widmete sich Regisseur Schweiger dem Spektrum einer Krankheit, der immer mehr Leute zum Opfer fallen – Demenz. Liebevoll mit Tochter Emma und Dieter Hallervorden inszeniert, erscheint der Film kommende Woche auch als Blu-ray.

Ein Schicksal, wie viele Familien es erleiden

Schweiger hat sich kurz nach Bekanntwerden des zentralen Inhalts von „Honig im Kopf“ zum Thema geäußert und die Krankheit als etwas Schlimmeres eingestuft als Krebs. In der Tat kann Alzheimer den Betroffenen und den Menschen, die sie umgeben, sämtliche Energie aus den Venen ziehen. Es ist eine brisante Krankheit, bei der es in den meisten Fällen für die Beteiligten sehr schwer ist, sich den Umstand einzugestehen. Ebenso komplex ist der Umgang mit ihr. „Honig im Kopf“ zeigt das in vielen Sequenzen und lässt dennoch den Humor, auch dank Hallervorden in der Rolle des an Demenz erkrankten Großvaters Amandus, immer mal wieder aufsprießen. Das macht den Film zu einer geeigneten Unterhaltungsvariante für die komplette Familie.

Eine Enkelin möchte ihrem Großvater etwas Gutes tun

Die kleine Tilda (Emma Schweiger) beobachtet ihren Opa und sieht, wie die Krankheit ihm langsam aber sicher den Mut entzieht. Gelegentlich lacht sie über seine Taten, doch auch sie weiß, dass etwas getan werden muss. Sie nimmt das Heft in die eigene Hand und möchte ihm einen lang ersehnten Wunsch erfüllen, mit ihm nach Venedig fahren. Die Idee der Elfjährigen ist brillant, denn Amandus blüht mit der Aufgabe, die Kleine sicher an den Wunschort zu bringen immer mehr auf, wenngleich seine Krankheit längst einen ernstzunehmenden Status erreicht hat. Schweiger als Tildas Vater Niko ist nur eine Randfigur, denn vor allem geht es um die Erkrankung des Großvaters und den vielleicht besten Umgang damit. Genau diesen liefert die kleine Tilda, die dank ihrer jungen Naivität letztlich genau das Richtige tut.

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