X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Unser Filmtipp

X-Men-Zukunft ist VergangenheitGibt es etwas Schöneres als einem Superhelden bei einem gemütlichen Kinoabend dabei zuzuschauen, wie er die Welt vor unglaublich starken Bösewichten rettet? Es gibt nur eine Antwort auf diese Frage: Ja, das gibt es – eine ganze Palette an Superhelden. Längst scheint er nicht mehr auszureichen, der gute alte Eins-gegen-Eins-Zweikampf, in welchem ein Comicheld gegen einen Bösewicht antritt. Ohnehin ist dieses Schubladendenken nicht mehr zeitgemäß. Die Superhelden von heute sind ambivalent, vereinen viele Eigenschaften und kommen in der Gruppe sogar noch besser an. Wer das nicht glaubt, sollte mal einen Blick in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ werfen.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Singer vereint die X-Men

Dass Regisseur Bryan Singer weiß, wie man die X-Men auf die Leinwand bringt, hat er bereits in „X-Men“ und „X-Men 2“ eindrucksvoll bewiesen. Sein neuestes Stück „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ stellt aber alles bisher Dagewesene in den Schatten. Im Vergleich mit dem mächtigen Figurenensemble wirkt selbst Whedons „Marvel´s The Avengers“ wie ein Kindergeburtstag. Dass Wolverine aka Logan (Hugh Jackman), Raven (Jennifer Lawrence), Charles (James McAvoy) und Erik (Michael Fassbender) sich zusammenraufen müssen, um in der Vergangenheit ein Übel vor der Entstehung zu verhindern, versetzt dem Film eine interessante Note des zeitlichen Quantensprungs, der wunderbar in die einzelnen Szenen eingebaut wird.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – In den 70er-Jahren

In der Rahmenhandlung sind die X-Men durch die Superroboter Sentinels zwar weitgehend ausgerottet. Dennoch besteht Hoffnung. Wolverine, der übrigens zum siebten Mal von Hugh Jackman gemimt wird und damit einen Rekord in Sachen Comicdarbietung feiert, und Co. reisen ins Jahr 1973. Dort soll verhindert werden, dass Präsident Nixon (Mark Camacho) den Startschuss zur Roboterentwicklung gibt. Dadurch, dass viele X-Men den gewöhnlichen Rucksack aus bitteren Erinnerungen und privaten Problemen mit sich herumschleppen, ist der Plan schwerer umsetzbar als gedacht. Hinzu kommen die zeitlichen Wirrungen (Kennedy-Ermordung, Vietnamkrieg und Watergate-Affäre) sowie Errungenschaften des Lebens (Lavalampen, Nerzmäntel und Wasserbetten), die Singer allesamt perfekt integriert. Bemerkenswerterweise kommt keiner der zahlreichen X-Men in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ zu kurz. Egal, ob Storm (Halle Berry), Rogue (Anna Paquin) oder Neulinge wie der megaschnelle Quicksilver (Evan Peters), für den anstatt der sonstigen 24 insgesamt 3600 Bilder pro Sekunde aufgenommen wurden – Sie alle bekommen im über zweistündigen Kinospektakel ihren ganz besonderen Auftritt.


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