WM-Vorstellung Uruguay

Die unberechenbaren Urus

Bisherige WM-Teilnahmen:

10 (1930, 1950, 1954, 1962-74, 1986, 1990, 2002)

Größte Erfolge:

Weltmeister 1930 und 1950, Olympiasieger 1924 und 1928

Starspieler:

Diego Forlan (Atlético Madrid), Alvaro Recoba (FC Turin), Martin Cáceres (Juventus Turin)

Die Gegner:

Gruppe A: Frankreich (11. Juni), Südafrika (16. Juni), Mexiko (22. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Uruguay ist wie eigentlich vor jedem Turnier wahnsinnig schwer einzuschätzen. Von Platz 1 bis Platz 4 ist wirklich alles drin, da Uruguay immer für eine Überraschung im positiven wie auch im negativen Sinne gut ist. Höchstwahrscheinlich wird sich schon im Auftaktspiel gegen die Franzosen zeigen, wo die Reise hingeht. Bleibt der Super-Gau gegen den Weltmeister von 1998 aus, werden die Urus wohl nach drei Spielen wieder heimfahren.

Die vielen literarischen Gesichter Uruguays

Das südamerikanische Land, das sich 1930 zum ersten Fußballweltmeister küren ließ, verfügt über eine kurze aber dafür intensive Literaturgeschichte, in der sich eine Reihe von großen, auch international gefeierten, Autoren wiederfindet. Um 1900 erfolgte eine erste große Blütezeit der uruguayischen Schriftsteller. Das im Jahr der Jahrhundertwende veröffentlichte Werk „Ariel“ von José Enrique Rodó gilt noch heute als eines der größten poetischen Werke des Landes. Rodó weist auf die Notwendigkeit hin, in einer materiellen Welt spirituelle Werte beizubehalten, um letztlich nicht zugrunde zu gehen. Auch weibliche Autoren wie Armonia Somers, deren Texte durch die Verbindung von Gewalt und Erotik gekennzeichnet sind, oder die Feministin Delmira Agustini prägten die Literatur Uruguays.

Heutzutage verbindet man mit uruguayischer Literatur neben den Genannten und Florencio Sánchez, dessen Stücke weiterhin auf Theaterbühnen zu bewundern sind, unter anderem den Namen Mario Benedetti. Der 2009 verstorbene Poet zählt zu den meistgelesenen Schriftstellern Südamerikas. Neben kleineren Erzählungen und Gedichten über seine Heimat schrieb er auch zahlreiche Romane wie „Gnadenfrist“ aus dem Jahr 1960, eine Geschichte eines verwitweten Fastrentners, in dem eine neue Liebe entfacht wird, in deren Genuss er aber aufgrund der äußeren Umstände nicht vollständig gelangen kann.


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