WM-Vorstellung Slowakei

Der WM-Neuling mit Bundesligalegionären

FBL-WC2010-SVK-USA-FRIENDLY

Bisherige WM-Teilnahmen:

Die Slowakei spielt in Südafrika seine erste Weltmeisterschaft

Größte Erfolge:

Europameister 1976 und Olympiasieger 1980 (als Teil der damaligen Tschechoslowakei)

Starspieler:

Miroslaw Karhan (FSV Mainz 05), Marek Hamsik (SSC Neapel), Martin Skrtel (Liverpool FC)

Die Gegner:

Gruppe F: Neuseeland (15.Juni), Paraguay (20.Juni), Italien (24.Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Auch wenn Italien keine gute Qualifikation spielte, gilt die Squadra Azurra als klarer Favorit der Gruppe F. Neuseeland hat wohl nur Außenseiterchancen, Paraguay verfügt über die größere WM-Erfahrung, dennoch ist ein Weiterkommen für die mit Bundesligalegionären gespickte Slowakei möglich. Entscheidend wird das Spiel am 20.Juni. Bestreitet man das erfolgreich, steht die Slowakei im Achtelfinale, mehr ist aber nicht drin.

Die Überwindung Stalins

kukucin01Erst ab der Mitte des 19.Jahrhunderts kann man wirklich von einer eigens slowakischen Literatur sprechen, denn erst da überwand man außerstaatliche Einflüsse und bekam zunehmend auch im westeuropäischen Raum ein literarisches Gesicht. Ganz oben zu nennen ist hier die so genannte Stur-Generation, die im Wesentlichen die Werke der slowakischen Romantik schuf. Ende des Jahrhunderts vollzog sich dann auch im Raum der heutigen Slowakei eine Wendung hin zum Realismus. Bis zur Jahrhundertwende trat hier eine Reihe von europäisch anerkannten Autoren hervor, unter ihnen Martin Kukucin oder Timrava. Die größte Errungenschaft des Jahrhunderts waren die thematisch gebundenen Gedichtzyklen, die sich mit persönlichem, wie auch nationalem Schicksal beschäftigten und die Liebe zum Menschen und dem Volk verdeutlichten.

Das 20.Jahrhundert war wie in den anderen Staaten auch von Kriegsliteratur geprägt. Der Autor Milos Urban beispielsweise konzentrierte sich explizit auf die täglichen Nachkriegserlebnisse der einzelnen Dörfer und thematisierte sie in zahlreichen Gedichten und Romanen. Auch nach 1945 ließ sich unweigerlich der Einfluss der stalinistischen Partei erkennen, wodurch sich die Literatur des Landes nur wenig entfalten konnte. Erst ab den 1960ern kam es wieder zu wirklich literarischem Schaffen, dafür dann aber mehr denn je. Das Individuum rückte in den Fokus und ein sehr ausgeprägter Facettenreichtum in Form von Novellen und Kurzgeschichten entstand. Einer weiteren Phase des Stillstandes, der durch den Einmarsch 1968 ausgelöst wurde, folgte ab 1988 die bis heute andauernde Schreibvielfalt, vor allem im Bereich von literarischen Zeitungen, die sich auch durch das Aufbrechen von Tabuthemen, wie dem Erotischen, kennzeichnet.


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