WM-Vorstellung Serbien

Das Verteidigungsbollwerk vom Balkan

Serbische Fussballnationalmannschaft

Bisherige WM-Teilnahmen:

10 (1930, 1950-1962, 1974, 1982, 1990, 1998 als Jugoslawien und 2006 als Serbien/Montenegro)

Größte Erfolge:

WM-Halbfinale 1930 und 1962, Vizeeuropameister 1960 und 1968

Starspieler:

Nemanja Vidic (Manchester United), Dejan Stankovic (Inter Mailand), Branislav Ivanovic (Chelsea FC)

Die Gegner:

Gruppe D: Ghana (13.Juni), Deutschland (18.Juni), Australien (23.Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Platz eins in der Gruppe scheint für Deutschland reserviert, doch dahinter gibt es für alle drei Teams berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen. Steht Serbiens Verteidigungsbollwerk, ist das Achtelfinale möglich, dort aber endgültig Endstation.


Heldensagen vom westlichen Balkan

Serbiens Literatur verfügt über eine tiefgehende Historie. Besonders die sagenumwobene Heldendichtung zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert, die heute als serbische epische Dichtung bekannt ist, sorgt  für eine Reihe oft gelesener Lektüren. Die Autoren sind zumeist anonym und in der Gegenwart nur selten übermittelt. Thematisch behandeln sie die jahrelangen Kämpfe zwischen Balkanchristen und Türken, wodurch die Dichtung auch vielfach in Albanien und Bulgarien anzutreffen ist. Der gesamte Korpus ist innerhalb von Zyklen, wie zum Beispiel dem Kosovo-Zyklus, der sich durch Lieder über die Schlacht auf dem Amselfeld von 1389 zusammensetzt, geordnet. Auch nach dem 19. Jahrhundert waren innerhalb des westbalkanischen Landes zahlreiche Autoren aktiv, einige von ihnen sogar äußerst erfolgreich. So zählt beispielsweise Ivo Andric, der 1961 den Literaturnobelpreis gewann, zu einer Riege von Autoren, die dem Lande große Ehre machten.

milorad_pavic_Zwar ist Andric selbst in Bosnien geboren, die meisten Werke schrieb er aber auf Serbisch. 1945 erschien sein wohl berühmtester Roman  „Die Brücke über die Drina“ zunächst auf Serbisch, bevor er international übersetzt wurde und Mitte der 50er Jahre für reichlich Aufsehen sorgte. Im vergangenen Jahr verstarb mit Milorad Pavic ein zweiter großer Weltautor aus Serbien. Seine häufig gelesenen Gedichte und Prosatexte, die sich vor allem durch eine besondere Form der Polemik und historisches Fachwissen auszeichneten, sorgten dafür, dass Pavic mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen wurde, erhalten sollte er ihn nie.


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