WM-Vorstellung Portugal

Das Team der Einzelspieler


Bisherige WM-Teilnahmen:

4 (1966, 1986, 2002, 2006)

Größte Erfolge:

WM-Dritter 1966, Vizeeuropameister 2004

Starspieler:

Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Deco (Chelsea FC), Nani (Manchester United)

Die Gegner:

Gruppe G: Elfenbeinküste (15. Juni), Nordkorea (21. Juni), Brasilien (25. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Portugal nahm bisher viermal an einer WM teil, wobei es entweder Vorrundenaus oder Halbfinaleinzug hieß. So wird es sich wohl auch diesmal gestalten. Schlägt man zu Beginn die Elfenbeinküste, kann man sehr weit kommen. Sind die Ivorer das bessere Team, ist nach der Vorrunde Schluss, Brasilien ist definitiv zu stark und Nordkorea in dieser Gruppe kein Gradmesser.

Mehr als nur Saramago

Wenn man über portugiesische Literatur sprechen möchte, erscheint es unmöglich, dies zu tun ohne den Namen José Saramago in den Mund zu nehmen. Der 1922 geborene Schriftsteller, dem die Kirche des katholischen Portugals als Reaktion auf sein Werk „Das Evangelium nach Jesus Christus“ Blasphemie vorwarf, holte 1998 als erster und bis heute letzter Portugiese den Literaturnobelpreis. Allein über Saramago zu sprechen wäre aber ebenso ein Frevel, denn Portugals Literatur hat eine weitreichende Geschichte, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt. Aus Portugal stammen zum Beispiel die heute noch bekannte „Legende des Heiligen Grals“, ihrerseits Teil der „Artussage“, und zahlreiche große Sammlungen über die verschiedenen Königsdynastien des Landes.

Ebenfalls sehr eindrucksvoll gestaltet sich der Korpus von Werken aus der portugiesischen Renaissance. Der Nationaldichter Luís Vaz de Camões trägt denselben Status, wie man ihn hierzulande einem Goethe anheften würde. Auch Francisco de Sá de Miranda, der durch häufige Reisen nach Italien stark von der dortigen Renaissance beeinflusst wurde, könnte bekannt sein. Die Liste ließe sich auf einige namhafte Literaten ausweiten, genauso wie eine zu Zeiten des Realismus oder der Moderne. Neben Saramago, dessen Werke meist die Gesellschaft aus Sicht des kleinen Mannes verdeutlichen, gelten Paulo Texeira und Romancier Antunes als größte Autoren der Gegenwart.


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