WM-Vorstellung Paraguay

Die goldene Offensive der Albirroja

Bisherige WM-Teilnahmen:

7 (1930, 1950, 1958, 1986, 1998-2006)

Größte Erfolge:

Südamerikameister 1953 und 1979, WM-Achtelfinale 1986, 1998 und 2002

Starspieler:

Roque Santa Cruz (Manchester City), Lucas Barrios (Borussia Dortmund), Edgar Barreto (Atalanta Bergamo)

Die Gegner:

Gruppe F: Italien (14. Juni), Slowakei (20. Juni), Neuseeland (24. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Die nunmehr vierte WM in Folge, an der die Fußballer Paraguays teilnehmen dürfen, sollte die Südamerikaner zumindest bis ins Achtelfinale führen. Da man dort wohl auf die Niederlande trifft, ist wie auch 1998 und 2006 Schluss. Paraguay sollte das erste Spiel gegen den Weltmeister nicht überbewerten, Italien ist wohl noch zu stark, Neuseeland und die Slowakei aber so oder so schlagbar, wodurch vor allem die letzten beiden Partie über das Weiterkommen entscheiden werden.

Versteckte Vielseitigkeit

Lange hatte die paraguayische Literatur einen äußerst schlechten Ruf mit sich herumgetragen, sofern es denn überhaupt möglich war, wirklich Zeugnis über die Literatur eines Landes abzugeben, deren Werke so lange unzugänglich waren. Erst mit der Jahrtausendwende konnten Erkenntnisse gesammelt werden, dass paraguayische Literatur mehr ist als nur ein Augusto Roa Bastos, der bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts für reichlich Aufsehen sorgte. Der 2005 verstorbene Romancier gilt noch heute als größter Künstler seines Landes und als einer der wenigen, die international bekannt sind. Inspiriert vom ersten Diktator Paraguays, José Gaspar Rodríguez de Francia, schrieb er den Roman „Ich, der Allmächtige“, die bis heute bekannteste Schrift Lateinamerikas, welche sich mit Selbstdarstellung und Diktatur beschäftigt. Wohl auch aus diesem Grund ging Bastos ins Exil, wo er unter anderem noch als Professor für Guarani angestellt war.

Guarani wird heute noch in Teilen Paraguays, Boliviens, Brasiliens und Argentiniens gesprochen, was sich auch in der dort ansässigen Literatur noch äußerst existent wiederspiegelt. Viele Autoren verfassen auf Guarani, Wörter gelangen über das Spanische und das Portugiesische in den europäischen Wortschatz, wie es auch nach und nach die dort ansässige Literatur tut. Thema ist in der Regel die Geschichte des Landes, die vor allem zwischen der Unabhängigkeit und dem Tripel-Allianz-Krieg ihren Stoff findet. Auch die Zeit bis zur letzten Diktatur, die nicht selten im Exil endete, wird in zahlreiche Romanen, unter anderem auch vom Deutsch-Paraguayer Juan Carlos Herken, thematisiert. Immer aufstrebender scheinen mittlerweile weibliche Literaten wie Raquel Saguir, die vor allem den Kampf der Frau in einem von Patriachart und Machismus geprägten Land zeigen.


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