WM-Vorstellung Nordkorea

Der krasse Außenseiter

Nordkorea

Bisherige WM-Teilnahmen:

1 (1966)

Größte Erfolge:

WM-Viertelfinale 1966, Olympia-Viertelfinale 1976

Starspieler:

Jong Tae-se (Kawasaki Frontale), Kim Yong-jun (Chengdou Blades), Kim Kuk-jin (FC Wil)

Die Gegner:

Gruppe G: Brasilien (15. Juni), Portugal (21. Juni), Elfenbeinküste (25. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Man muss weit zurückblicken, um einen krasseren Außenseiter bei einer WM zu finden. Nach der bisher einzigen Teilnahme 1966 in England, bei der man immerhin ins Viertelfinale einzog, wird die Rückkehr auf die WM-Bühne definitiv nach drei Spielen beendet sein. Brasilien, Portugal und die Elfenbeinküste sind zu stark.


Erfolg nur für Propagandaliteratur

Nordkoreas Literatur ist leider nur sehr wenig ausgeprägt, was verschiedene Hintergründe hat. Anders als in den meisten sozialistischen Staaten konnte sich innerhalb des ostasiatischen Landes der aufstrebende sozialistische Realismus kaum durchsetzen. Ohnehin ist innerhalb der nordkoreanischen Literatur kein wirklicher Bruch mit vorangegangenen Epochen zu erkennen. So ist die Belletristik hauptsächlich von politischer Propaganda unterjocht, kann sich dahingehend nur sehr spärlich entfalten und charakterisiert sich hauptsächlich als koreanische Nationalkultur.

Ko UnDennoch passiert es selbst in einem Land wie Nordkorea, dass sich irgendwann in der Geschichte auch mal ein Autor findet, der mehr wegen seines künstlerischen Talents als aufgrund seiner politischen oder historischen Korrektheit zum Erfolg gelangt. So erfreute sich innerhalb der 40er und 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Han Sŏrya nicht nur koreanischer Anhänger, sondern auch großem internationalem Interesse. Symbolisch für das Schicksal vieler Autoren hatte dieser zwar reichlich Talent, scheiterte aber aufgrund einer politischen Intrige und wurde zeitweise sogar verbannt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich heute nur wenige nordkoreanische Autoren, die weder für die Politik noch die Geschichte schreiben, laut zu den Missständen äußern. Einige von ihnen entschlossen sich in den letzten Jahren trotz großer politischer Diskrepanz gegenüber Südkorea mit den Autoren des Nachbarlandes zusammenzuarbeiten. Der südkoreanische Autor Ko Un wertet das bereits als ersten Schritt für eine Wiedervereinigung.


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