WM-Vorstellung Niederlande

Offensive Oranje will den Titel

Bisherige WM-Teilnahmen:

8 (1934, 1938, 1974, 1978, 1990-98, 2006)

Größte Erfolge:

Vizeweltmeister 1974 und 1978, Europameister 1988

Starspieler:

Wesley Sneijder (Inter Mailand), Rafael van der Vaart (Real Madrid), Arjen Robben (Bayern München)

Die Gegner:

Gruppe E: Dänemark (14. Juni), Japan (19. Juni), Kamerun (24. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Oranje war das erste Team, was sich aus Europa für die Spiele in Südafrika qualifizieren konnte und es wird auch das erste Team der Gruppe E sein, was für das Achtelfinale planen kann. Die Offensive um Robben, Sneijder, Kuyt und Co. ist definitiv zu stark, um in der Vorrunde auszuscheiden, was den Niederlanden bei einer WM ohnehin noch nie passiert ist. Danach ist wenig sicher, aber vieles möglich. Läuft alles normal, ist wohl im Viertelfinale gegen Brasilien Feierabend.

Von jedem ein bisschen

Unsere Nachbarn aus den Niederlanden, zu deren Literatur auch gerne die in Belgien publizierte gezählt wird, zeigten seit dem Mittelalter in kontinuierlicher Weise in jeder Epoche und jeder einzelnen Strömung einige talentierte Schriftsteller, wobei die großen internationalen Erfolge, wie wir sie in anderen europäischen Staaten klar benennen könnten, eher ausblieben. Bis zur Zeit der Aufklärung wären so die humanistischen Werke eines Erasmus von Rotterdam und die moralischen Schriften eines Jakob Cats die wohl einzig richtig bekannten Schriftstücke. Wesentlich breiter zeigte sich die Autorenriege dann am Ende des 18. Jahrhunderts, wo es sich bei den geschriebenen Werken meist um Briefromane handelte.

Noch vielschichtiger gestaltete sich die Literatur innerhalb der Niederlande in Zeiten der Romantik, die in ihrer frühen Drangphase vorrangig von Willem de Clercq und Willem Bilderdijk geprägt wurde. In späteren Zeiten war es vor allem Multatuli, der mit seinen Schriften über die Kolonialzeit, wie zum Beispiel die Satire „Max Havelaar“, für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Abgelöst wurde seine Epoche schließlich von den „Tachtigers“, den 80er Jahren, die den Wechsel zur Moderne einleiteten. Auch in den folgenden Epochen verfügten die Niederlande immer mal wieder über einzelne Autoren, deren Bekanntheit zumindest im Land selbst weit verbreitet war. So fallen immer mal wieder die Namen des Expressionisten Louis Couperus oder des vor allem nach dem Ersten Weltkrieg aktiven Ferdinand Bordewijk. Heute sind es eher die Romane von Hella Haasse wie der 2001 veröffentlichte „Das Mietshaus“ und zahlreiche politische Schriften von Leon de Winter, die für großes Aufsehen sorgen.


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