WM-Vorstellung Mexiko

Die Erben der Azteken

Mexiko

Bisherige WM-Teilnahmen:

13 (1930, 1950-1970, 1978, 1986, 1994-2006)

Größte Erfolge:

WM-Viertelfinale 1970 und 1986, 5-facher CONCACAF Gold-Cup-Sieger (zuletzt 2009)

Starspieler:

Rafael Marquez (FC Barcelona), Jared Borgetti (Monarcas Morelia), Cuauhtemoc Blanco (CD Veracruz)

Die Gegner:

Gruppe A: Südafrika (11. Juni), Frankreich (17. Juni), Uruguay (22. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Gruppe A ist die wohl am schwersten ausrechenbare Gruppe. Wenn Frankreich nicht rechtzeitig zur WM-Form findet, Südafrika mit den Fans im Rücken zur Hochform aufläuft und Uruguay stabiler wird, kann in dieser Gruppe jeder weiterkommen. Mexiko, das bei den vergangenen vier Turnieren immer im Achtelfinale stand, wird es schaffen.


Die Erben der Azteken

paco_ignacio_taibo IIParallel zur sehr vielfältigen Geschichte des Landes erlebte auch die mexikanische Literatur einen großen Wandel, der sie heute als äußerst facettenreich darstellt. Um 1500 waren die Azteken noch das herrschende Volk in Mexiko, dies zeigt sich auch bei den bis heute erhaltenen Schriftstücken, die eine Vielzahl aztekischer Grundzüge aufweisen. So wurden im 15. und 16. Jahrhundert zunächst Werke gelesen, die im Wesentlichen die historischen Gegebenheiten aufzeigten und zum anderen die Herrschaft der Könige als das einzig Richtige charakterisieren sollten. Unter anderem wurde vor allem Nezahualcóyotl, ein aztekischer König, Literat und Philosoph, gelesen. Später, während der spanischen Kolonialzeit, tat sich eine andere Autorengruppe hervor. Die Nonne Sor Juana Inés de la Cruz beispielsweise verfügte durch zusätzliche Studien der Philosophie, Medizin und Astronomie über eine Reihe von Erkenntnissen, die ihre spätere Poesie prägen sollten.

So richtig weitläufig wurde die mexikanische Literatur ab dem 19. Jahrhundert, nachdem man sich von Spanien unabhängig erklären konnte. Autoren wie Velarde oder Nervo prägten die Folgegeneration, die sich innerhalb des 20. Jahrhunderts auch zunehmend international etablieren sollte. Einer dieser neuen Generation war Octavio Paz, der 1990 als erster Mexikaner den Nobelpreis für Literatur erhielt. Auch Paco Ignacio Taibo II muss genannt werden, wobei es sich bei ihm um keinen gebürtigen Mexikaner handelt. Er fügt sich trotz seiner spanischen Herkunft sehr in die mexikanische Literatur ein und lebt seit über 50 Jahren in Mexiko, wo er auch sein Hauptwerk, eine ausführliche Biografie über das Leben und Werk von Che Guevara, herausbrachte.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter