WM-Vorstellung Italien

Mit Catenaccio zur Titelverteidigung


Bisherige WM-Teilnahmen:

16 (1934-1954 und 1962-2006)

Größte Erfolge:

Weltmeister 1934, 1938, 1982 und 2006, Europameister 1986, Olympiasieger 1936

Starspieler:

Andrea Pirlo (AC Mailand), Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Fabio Cannavaro (Juventus Turin)

Die Gegner:

Gruppe F: Paraguay (14.Juni), Neuseeland (20.Juni), Slowakei (23.Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Ohne Frage ist die Weltmeistermannschaft von 2006 nicht so stark wie vor vier Jahren, weil sie nun noch mehr gealtert ist. Bis auf Totti sind alle Schlüsselspieler weiterhin an Bord, wodurch das große Plus der Mannschaft die Routine sein dürfte. Eingespielte Italiener, die wie 2006 von Coach Lippi eingeschworen werden, sollten in der Vorrunde keine Probleme haben. Womöglich geht es auch noch ein bisschen weiter, spätestens im Halbfinale aber wissen wir, dass es einen neuen Titelträger gibt.

Das Land der Nobelpreisträger

Um über alle Gesichter und Facetten der italienischen Literatur zu schreiben, bräuchte man womöglich bis zur nächsten WM auf afrikanischem Boden, dennoch sollten wir es zumindest versuchen, uns auch der Literatur des amtierenden Weltmeisters zu nähern, zumindest ansatzweise. Alles begann mit einem Dreigestirn, was nach heute als die „Drei Florentiner Kronen“ bekannt ist und in Wissenschaft und Bildung nicht nur innerhalb der italienischen Grenzen nachhaltige Wirkung erzielen konnte. Dante Alighieri, dessen „Göttliche Komödie“ als eines der größten Werke der Literaturgeschichte gilt, Francesco Petrarca, der mit seinem Gedichtzyklus „Canzoniere“ mehr als nur einen Meilenstein setzte und Giovanni Boccaccio, dessen „Decamerone“ wohl noch in Hunderte von Jahren gelesen werden, prägten eine Literatur, die sich im Lauf der Zeit vielfältig entwickeln konnte.

In der Renaissance waren es vor allem Machiavelli, dessen Werk „Der Fürst“ zu der am meist diskutierten politischen Schrift werden sollte und die Philosophenkollegen Bruno und Galilei, die neue Maßstäbe setzen konnten. Auch die folgenden Epochen, für die der erste große Märchenerzähler Europas Giovanni Battista Basile, der Dramatiker Carlo Goldoni und der Romantiker Alessandro Manzoni  stellvertretend genannt werden sollen, brachten große Literaten hervor. Sinnbildlich für die literarische Vielfalt Italiens stehen die sechs Literaturnobelpreisträger des 20.Jahrhunderts. Carducci, Deledda, Pirandello, Quasimodo, Montale und Fo prägten durch ihre unnachahmlichen, individuellen Werke unsere Moderne und bekamen die höchste Auszeichnung, die ein Literat je erhalten kann, allesamt unumstritten. Alleine die Satiren eines Fo, der immer noch aktiv ist, sind die Beschäftigung mit italienischer Literatur wert. „Bezahlt wird nicht!“ zum Beispiel zeigt Fos scharfe Kritik an den korrupten Machenschaften von Staat und Wirtschaft, verwirrt mit unerwarteten Schwangerschaften, einem scheintoten Polizeibeamten und einer Suppe aus Vogelfutter.


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