WM-Vorstellung Frankreich

Les Bleus ein Schatten früherer Tage

Frankreich

Bisherige WM-Teilnahmen:

12 (1930-1938, 1954, 1958, 1966, 1978-1986, 1998-2006)

Größte Erfolge:

Weltmeister 1998, Europameister 1984 und 2000

Starspieler:

Thierry Henry (FC Barcelona), Franck Ribery (FC Bayern München), Karim Benzema (Real Madrid)

Die Gegner:

Gruppe A: Uruguay (11.Juni), Mexiko (17.Juni), Südafrika (22.Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Bedenkt man, dass Frankreich nur im vierten Lostopf war, scheint Fortuna den Franzosen Glück gebracht zu haben. Zu überheblich sollte Les Bleus aber nicht an die Sache herangehen, sonst erlebt man wie 2002 sein blaues Wunder. Uruguay ist schwer einzuschätzen, Mexiko in der Vorrunde traditionell stark und Südafrika mit dem Publikum im Rücken unberechenbar.

Eine lückenlose Literaturgeschichte

karl_d_grosse_Frankreichs Literatur zu beschreiben, ist wahrhaftig nicht einfach und schon gar nicht kann ihr ein solch kurzer Abschnitt der gesamten Literaturgeschichte gerecht werden, da schon mit Beginn des Hochmittelalters eine Reihe von Autoren empor stoß, die spätestens aber mit Beginn der Bibelübersetzungen ein breites Genre zu schreiben begann. Neben diesen, die vom Papst damals schwer verurteilt wurden, gab es zunächst auch eine Vielzahl an Heiligenepen, die eine Reihe von Mönchen in französischer Sprache schrieben. Später wandelten sich diese zu den allbekannten Heldenepen, die sich zunächst speziell auf das Leben von Karl dem Großen konzentrierten, später auch über Wilhelm oder die Kreuzzüge berichteten. Aus dieser Zeit ist eine große Anzahl an Texten übermittelt, wenngleich die Verfasser heute meist unbekannt sind. Was folgte, waren verschiedene Romanformen, wie der antike Roman, der sich an antiken Schriften wie die des Römers Ovid orientierte, Schicksalsromane oder höfische Romane. Aus dieser Zeit stammt auch die Trobadordichtung, welche in der Folge als Grundlage für den Minnegesang dienen sollte.

le_clezioAuch innerhalb der Neuzeit finden sich zahlreiche französische Schriften, wohl mehr als in allen anderen Ländern. Von Renaissance, wo sich unter anderem Pierre des Ronsard oder Jean-Antoine de Baif eingliedern über Barock und Klassik, wo vor allem die Werke für das Theater im Vordergrund standen, Frankreich verfügte stets über viele und vor allem erfolgreiche Autoren, die sich einem internationalem Interesse erfreuten. Die Zeiten der Aufklärung waren in der Regel durch philosophische Schriften gekennzeichnet, so stammen mit Montesquieu, Voltaire und Rousseau drei der bekanntesten Denker aus Frankreich. Eine  Liste der bekanntesten Autoren ab dem 19.Jahrhundert würde ins Unendliche führen. Ob man den Romantiker Hugo, den Realisten Balzac, den Naturalisten Zola oder den Symbolisten Rimbaud nennt, die Existenzialisten Sartre und Camus, den ersten Literaturnobelpreisträger Prudhomme, den von 2008, Le Clezio, oder die insgesamt zwölf anderen unseres Nachbarlandes beschreibt, man kann nicht darüber hinwegsehen, das man an Frankreich nicht vorbeikommt, wenn man über Literatur spricht.


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