WM-Vorstellung Elfenbeinküste

Hungrige Elefanten gespickt mit internationalen Topstars

Bisherige WM-Teilnahmen:

1 (2006)

Größte Erfolge:

Afrikameister 1992, WM-Qualifikation 2006 und 2010

Starspieler:

Didier Drogba (Chelsea FC), Yaya Touré (FC Barcelona), Kolo Touré (Manchester City)

Die Gegner:

Gruppe G: Portugal (15. Juni), Brasilien (20. Juni), Nordkorea (25. Juni)

buecher.de-WM Tipp:

Vieles hängt vom ersten Gruppenspiel gegen die Portugiesen ab. Brasilien scheint in der Todesgruppe favorisiert, Nordkorea dürfte normalerweise keine Hürde darstellen. Da die Elfenbeinküste in der Offensive vielseitig aufgestellt und Portugal zu abhängig von Cristiano Ronaldo ist, können sich die Mannen aus Westafrika berechtigte Hoffnungen aufs Weiterkommen machen. Startet man schlecht ins Turnier, ist wie 2006 nach zwei Spielen das Aus besiegelt.

Land der begnadeten Romanciers

Wie in vielen afrikanischen Ländern kam es auch in der Elfenbeinküste bis zum 20. Jahrhundert lediglich zur verbalen Weiterleitung dichterischer Texte. Schriftstücke waren bis dahin so gut wie nicht vorhanden. Zwar hat man mittlerweile ein hervorragend ausgebildetes Verlagswesen, aufgrund der hohen Analphabetenrate ist es aber auch heute noch vor allem das Theater, was literarischen Stoff an den Mann bringt. Ab den 30er-Jahren entwickelte sich eine Reihe von Autoren in den verschiedensten Genres. Besonders nennenswert sind die Romanciers Aké Loba, der vorrangig mit „Ein schwarzer Student in Paris“ von sich reden machte, und Ahmadou Kourouma, von dem „Die Nächte des großen Jägers“ bekannt sein könnten.

Kourouma war das prominenteste Beispiel für einen ivorischen Autor, der wie viele andere alles andere als frei schreiben durfte. Mehrfach bezichtigte man ihn des politischen Komplotts, die Ausarbeitung eines für die Theaterbühne gedachten Dramas brachte ihm zwanzig Jahre Exil und dennoch ist er seit seinem Durchbruch mit „Der schwarze Fürst“ im Jahr 1963 Vorbild für alle Autoren der ivorischen Literaturszene, zu deren größten Talenten heute Véronique Tadjo und Camara Nangala zählen.


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