Literarische WM 2014 – Gruppe D

Vergangenen Freitag schauten wir auf die literarischen Aushängeschilder der  WM-Teilnehmer aus Gruppe C. Heute bewegen wir uns einen Schritt weiter und erkunden, welche kulturellen Errungenschaften die Vertreter aus Gruppe D bereits der Nachwelt zur Verfügung stellten. Dass während der Weltmeisterschaft insbesondere in diesem Tableau fußballerische Schwergewichte aufeinandertreffen, mag bei einer Besetzung mit drei früheren Weltmeistern kaum überraschen. Selbst literarisch gesehen gehört die Gruppe D zu den absoluten Highlights der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

Shakespeare - HamletEngland – William Shakespeare

William Shakespare ist nicht nur der wohl größte Literat, der jemals auf britischem Boden das Licht der Erde erblickt hat. Er ist auch einer der größten der gesamten Menschheitsgeschichte. „Sein oder Nichtsein“ – das war einst die entscheidende Frage, deren falsche Beantwortung England 1966 den einzigen Weltmeistertitel einbrachte. Es ist zudem jene Frage, die sich „Hamlet“, Prinz von Dänemark, in einem der bekanntesten Schauspiele aller Zeiten stellt.

Benedetti - La muerteUruguay – Mario Benedetti

In Südamerika tummeln sich viele, trotz ihrem Talent von den anderen Kontinenten häufig gar nicht richtig wahrgenommene, Autoren. Mario Benedetti ist einer davon und wohl nur den eingefleischten Literaturexperten ein Name. Dabei hat der frühere Journalist, der immer mal wieder in der Politik mitmischte, mehr als 80 Bücher hinterlassen. „La muerte y otras sorpresas“ ist eines dieser und eine wundervolle Sammlung von Erzählungen mit abwechslungsreichen und bewegenden Kurzgeschichten.

Gutierrez - Las narracionesCosta Rica – Joaquin Gutierrez

Ein weiterer spanischsprachiger Schriftsteller in dieser Gruppe ist Joaquin Gutierrez, der für Costa Rica ins Rennen geht. Seine Anekdotensammlung „Las narraciones anecdoticas de Don Francisco Rodriguez Marin“ sind dem bekannten spanischen Dichter gewidmet, dem unter anderem eine begnadete Fassung des „Don Quijote“ verdanken. Gutierrez selbst zählt zu den Vertretern der 40s-Generation seines Landes und beschäftigt sich vorrangig mit sozialen Problemen und einer multinationalen Bevölkerung in seiner Heimat.

Eco - Der Friedhof in PragItalien – Umberto Eco

Sechs bisherige Literaturnobelpreisträger sind Zeugnis genug. Herren wie Dante, Machiavelli oder heutige Schriftsteller wie Umberto Eco sind da noch gar nicht aufgeführt. Letzterer hat in den vergangenen Jahrzehnten einige Werke veröffentlicht, die mit dem Leser spielen und ihn in nimmer enden wollende Rätsel entführt. Zuletzt gelang das im gewohnten Stil durch „Der Friedhof in Prag“, wo Freimaurer, die Weisen von Zion und sämtliche Geheimdienste der Welt in einen munteren Suppentopf geschnippelt werden.

Der bücher.de-Tipp für das Achtelfinale:

William Shakespeare und Mario Benedetti


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