Literarische WM 2014 – Gruppe C

Zwei Gruppen haben wir bereits auf ihre literarischen Leistungen hin begutachtet. Anders, als in Gruppe A und B, wo mit Brasilien und Spanien zwei absolute Favoriten auf den Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ins Geschehen eingreifen, tummelt sich im Tableau C kein ganz so großes Aushängeschild des globalen Ballspiels. Rein literarisch aber bietet sie absoluten Hochgenuss und vor allem ein facettenreiches Quartett.

Homer - OdysseeGriechenland – Homer

Man würde der heutigen griechischen Literaturszene zwar Unrecht tun, wenn man die großen Erzeugnisse allein in der Antike zu erhaschen versucht. Nichtsdestotrotz aber sind das noch immer die größten und vor allem nachhaltigsten Werke, die uns die Helenen hinterlassen haben. Homer ist eines der zentralen Aushängeschilder. Die „Odyssee“ ist ein absoluter Klassiker der Weltliteratur und prägend für vieles Folgende.

Marquez - Hundert Jahre EinsamkeitKolumbien – Gabriel Garcia Marquez

Erst vor kurzem ereilte die Literaturwelt die traurige Nachricht des Todes von Gabriel Garcia Marquez, der unserer Welt die Elemente seiner Heimat Kolumbien wie kaum ein anderer aufzeigen konnte. In seinen Schriften wie „100 Jahre Einsamkeit“ verband der Literaturnobelpreisträger des Jahres 1982 magische Elemente mit der immer noch spürbaren Isolation des südamerikanischen Kontinents.

Kourouma - Die Nächte des großen JägersElfenbeinküste – Ahmadou Kourouma

Es gibt nur wenige Werke von afrikanischen Autoren, die außerhalb des jeweiligen Landes für Furore sorgten, die Elfenbeinküste ist da keine Ausnahme. Dabei sind die Erzählungen von Leuten wie Ahmadou Kourouma häufig gut zusammengefasste Geschichten über die Lebensumstände auf dem Kontinent. Das gilt auch für „Die Nächte des großen Jägers“, wo mit Mord, Raub und Korruption alltägliche Themen problematisiert werden.

Murakami - Die Pilgerjahre des farblosen Herrn TazakiJapan – Haruki Murakami

Während Marquez den Literaturnobelpreis gewann und Homer ihn wohl bekommen hätte, wenn er denn später aktiv gewesen wäre, wartet der Japaner Haruki Murakami noch immer auf die Auszeichnung. Sein neuester Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ machten einmal mehr deutlich, dass die Ehrung für den Daueranwärter langsam aber sich überfällig ist.

Der bücher.de-Tipp für das Achtelfinale:

Gabriel Garcia Marquez und Ahmadou Kourouma


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