Literarische WM 2014 – Gruppe B

Am vergangenen Freitag erschien an eben dieser Stelle die erste Auflage unseres Specials zur Fußball-Weltmeisterschaft. In den kommenden Wochen wollen wir explizit auf das literarische Vermögen der 32 Teilnehmer, die sich für den Festakt in Brasilien qualifizieren konnten, blicken. Bei der heute vorzustellenden Gruppe B wird es nicht nur zur Neuauflage des letzten WM-Endspiels kommen, sondern auch im schriftstellerischen Bereich so einiges an Unterhaltung geboten.

Zafon - Der Fürst des ParnassSpanien – Carlos Ruiz Zafon

Ganze fünfeinhalb Nobelpreise gingen bereits an spanische Literaten. Carlos Ruiz Zafon gehört zwar noch nicht in diese Selektion, verdient es aber durchaus mit dem Sieger von 2010, Mario Vargas Llosa, in einem Atemzug genannt zu werden. Die Erzählung „Der Fürst des Parnass“ bietet den Aufgesang zu den später spielenden Geschichten, in denen die Macht der Bücher stets präsent bleibt.

Canavan - SoneaAustralien – Trudi Canavan

Noch fantastischer präsentiert sich die Australierin Trudi Canavan, die einst mit Kurzgeschichten begann und in den letzten Jahren mit großartigen Trilogien im Fantasy-Bereich von sich Reden machte. „Sonea Bd. 3 – Die Königin“ beendet die Reihe um die schwarze Magierin von Kyralia, die sich in einer Welt voller Machtgier und dunklen Geheimnissen behaupten muss.

Neruda - LiebesgedichteChile – Pablo Neruda

Der 1973 verstorbene Pablo Neruda ist einer der zwei Literaturnobelpreisträger, die Chile bereits hervorgebracht hat. Er habe Schicksal und Träume eines Kontinents lebendig gemacht, hieß es einst von der Schwedischen Akademie und nur nach einem kurzen Blick in seine „Liebesgedichte“ wird jeder Leser dem zustimmen. Sie sind Sinnbild eines halben Jahrhunderts Schaffenszeit eines der größten Dichter früherer Tage.

Spinoza - Die EthikNiederlande – Baruch de Spinoza

Die früheren Tage sind auch das richtige Stichwort für die niederländischen Literaten. Dass Leute wie Erasmus von Rotterdam oder Baruch de Spinoza unser Weltdenken mitprägten, mag heute als fester Umstand zu bewerten sein. Früher aber waren ihre Ansichten keinesfalls ungefährlich. Spinoza beispielsweise landete mit „Die Ethik“ kurz nach seinem Ableben auf dem Index und das, obwohl sie noch heute aktuelle Tragweite besitzt.

Der bücher.de-Tipp für das Achtelfinale:

Carlos Ruiz Zafon und Pablo Neruda


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