Wir verraten die wirklichen Geheimtipps zur Leipziger Buchmesse 2010

Die Leipziger Buchmesse versammelt die jungen und die alten Hasen der Literatur- und Buchszene. Da ist es nicht verwunderlich, dass die diesjährige Buchmesse zeitnah zu Ostern stattfindet. In den kommenden drei Tagen finden über 2.000 Veranstaltungen statt und über 1.500 Autoren werden erwartet. Fast alle haben ein neues Buch im Gepäck und wollen es der lesefreudigen Öffentlichkeit präsentieren.


Die viel versprechendsten Bücher und Neuerscheinungen mit Erscheinungsdatum pünktlich zu Ostern haben wir uns bereits angeguckt. Eine Auswahl von Büchern unterschiedlichster Autoren stellen wir nun vor – so findet sich vielleicht die ein oder andere Anregung für ein schönes Geschenk zu Ostern:


Wer es unterhaltsam und humorvoll mag, der kann sich über Autor und Journalist Axel Hacke freuen. Unvergessen seine gesammelten Verhörer und Versprecher, die er mit uns in seinen Lesungen zum „Weißen Neger Wumbaba“ und „Wumbabas Vermächtnis“ teilt. Im März kommen nun gleich zwei Neuerscheinung von Axel Hacke auf den Markt: „Der kleine Erziehungsberater“ erscheint am 19.03. und verrät, wie es Zuhause bei den Hackes läuft. Gemeinsam mit den Kabarettisten und Autoren Robert Gernhardt und Gerhard Polt erzählt Axel Hacke ab März dann „Komische Geschichten“.


Jan Faktor georgKein Verhörer ist der Buchtitel des für die Kategorie „Belletristik“ nominierten Autors Jan Faktor: „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“. Erscheinungsdatum ist ebenfalls März 2010 und was den Leser dann erwartet, ist ein Feuerwerk aus Wortwitz, Erotik und Gesellschaftskritik. Ein Muss für Fans moderner deutscher Literatur!
Bei Anne Weber geht es etwas gesitteter zu, dennoch will auch die 1964 in Offenbach geborene Autorin, den Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse 2010 gewinnen. Ihren Roman „Luft und Liebe“ empfehlen wir als eBook von buecher.de. Das digitale Medium ist ein hervorragender Träger für die bildreiche Sprache der studierten Literaturwissenschaftlerin.


Außergewöhnlich mag eine Empfehlung für die Nominierung in der Kategorie Sachbuch sein: Frank Schirrmacher und seine Analyse des modernen Informationszeitalters in seinem Buch „Payback“. Als Autor bereits zahlreich ausgezeichnet und ein alter Hase in den Bestsellerlisten des Landes liefert der promovierte Journalist ein diskussionswürdiges Jahresthema nach dem anderen. Sei es durch seinen Sachbucherfolg mit dem „Methusalem-Komplott“ (empfehlenswert als eBook) oder „Minimum“. Mit Payback liefert er neue Denkanstöße, die uns animieren einen kritischen Blick auf unseren Umgang mit Informationen und den Medien zu werfen.


axolotl roadkillAn fünfter Stelle folgt eine junge Frau, die als Autorin, aber auch als Kind unserer modernen Gesellschaft von sich reden macht: Helene Hegemann. Ihren Debütroman „Axolotl Roadkill“ empfehlen wir als Hörbuch. Der erst 18 jährigen Autorin wird vorgeworfen, Teile des Romans geklaut zu haben. Offen gehen sie und ihr Verlag mit diesen Plagiats-Vorwürfen um und erklären das als problemlos, was viele Internetnutzer bereits als normal empfinden: das Zitieren oder teilweise Übernehmen von Textstellen anderer Blogs und Autoren. Im Internet wird – teils aus Höflichkeit, teils auch, um einen erweiterten Blick auf ein Thema zu ermöglichen – auf die zitierte Textstelle oder Seite per Link verwiesen. Im Buch behalf sich der Ullstein-Verlag mit Fußnoten. Wir haben uns bereits eine Meinung zu diesem Roman und seinem Zustandekommen gebildet. Es bleibt spannend, wie die Jury der Leipziger Buchmesse sich des Themas annimmt und ob Helene Hegemann tatsächlich Chancen auf den Preis in der Kategorie Belletristik hat. Ein gutes Buch ist Axolotl Roadkill allemal!


Ein Kommentar zu “Wir verraten die wirklichen Geheimtipps zur Leipziger Buchmesse 2010” Eigenen verfassen
  1. G.W.

    Man fragt sich ja wirklich manchmal, nach welchen Regeln die Jury die Buchpreise ermittelt.#

    Gott sei dank ist ja nun nicht das „geistlose und abgeschriebene Buch“ vobn Hegemann ausgezeichnet worden.

    Hätte sie einen Preis für dieses schwachsinnige Buch bekommen, hätte ich am gesunden Menschenverstand der Jury gezweifelt.

    19.03.2010
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