Wie das Laufen beim Schreiben hilft

Haruki Murakami ist 61, er ist Japaner. Schön und gut, das sind viele, aber was macht ihn zu etwas Besonderem? Wenn ich jetzt verrate, dass er sich seine Brötchen als Schriftsteller verdient, werden Sie sich denken: „Okay, aber gehört habe ich noch nichts von ihm, geschweige denn gelesen“. Genau das aber sollten Sie in Zukunft tun, denn Murakami hat im März ein ganz besonderes Buch herausgebracht, eines in dem er beschreibt, warum er eigentlich Autor geworden ist.

Haruki MurakamiWenn man es genau betrachtet, ist Murakami gar nicht so unbekannt. Er hat 2006 den Kafka-Preis gewonnen, 2009 kam der Jerusalem-Preis für Literatur dazu. Besonders seine Werke „Der Elefant verschwindet“ und „Mister Aufziehvogel“ sind äußerst lesenswert, sofern man sich für surrealistische Schriften interessiert. Ob oder ob nicht, ist beim neuen Werk „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ aber letztlich egal. Hier geht es nämlich mehr darum, dass Murakami zeigen will, was ihn im Leben bewegt und was ihn immer wieder zum Schreiben anregt.

Der Japaner ist begeisterter Sportler. So anstrengend das dauerhafte Sitzen am Schreibtisch auch ist, Murakami holt sich selbst mit über sechzig die Kraft durch das Laufen, bei dem er abschalten und sich inspirieren lassen kann. So gleicht das Werk keinem Roman, der mit den früheren zu vergleichen ist, sondern eher einer Autobiografie, die natürlich auch vom Gedankengut des Autors lebt, aber so oder so einen interessanten, einen anderen Einblick in das Leben eines erfolgreichen Schriftstellers ermöglicht.


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