Who Am I – Unser Filmtipp

Who Am IWho Am I“ lautet der Filmtitel unseres heutigen Tipps. Hierbei, so könnte man meinen, geht es um eine vielschichtige Frage, der sich bereits die Herren Sokrates, Platon und Co. widmeten. Wenn man noch den Untertitel „Kein System ist sicher“ hinzufügt,  erfährt man dann aber schon eher, in welche Richtung sich Regisseur Baran bo Odar („Das letzte Schweigen“) begibt. Er schenkt dem Kinogänger ein Hacker-Spektakel, das an frühere Stücke wie „Inside Wikileaks“ oder „23“ anschließt, einiges an Thriller-Momenten mit sich bringt und aktueller wohl nicht hätte sein können. Insofern ist „Who Am I“ ein äußerst zeitgemäßer und interessanter Film, der sich nicht zuletzt dank seiner hervorragenden Besetzung sehen lassen kann.

Who Am I – Ein Film übers Hacken

Noch immer in den Medien äußerst omnipräsent ist ein Hacker, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, private Nacktbilder sämtlicher Promidamen öffentlich zu machen. Vom Trubel um die NSA können wir uns eh nicht mehr komplett lösen und stetig neu geht es in der Gesellschaft um den Einfluss, den die neuen Medien auf den Menschen ausüben. Prinzipiell kann man jedoch keinesfalls alle Hacker über einen Kamm scheren, nicht jeder nutzt sein Talent, um Unschuldigen Unrechtmäßiges anzutun. Man denke nur mal an Miss Salander aus Larssons Millennium-Trilogie. So wirklich Schlechtes tun die Jungs der Gruppe Clay zunächst auch nicht. Zu ihnen gehören Benjamin (Tom Schilling), Max (Elyas M´Barek), Stephan (Wotan Wilke Möhring) und Paul (Antoine Monet jr. Alias Tech-Nick). Die ersten Beiden lernen sich beim Ableisten von Sozialstunden kennen und schmieden relativ fix gemeinsame Pläne, wobei es vor allem um eins geht: Eindruck zu machen.

Who Am I – Sie wollen beeindrucken

Benjamin möchte in erster Linie eine hübsche Studentin (Hannah Herzsprung) beeindrucken und hackt sich dafür in den Uni-Server. Er wird erwischt und zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Dort trifft er auf Max und nach ein paar Minuten schleudern die Beiden sich Fachtermini entgegen. Gemeinsam mit Stephan und Paul gründen sie Clay und betreiben fortan Social Engineering. Schließlich ist nicht die Technik das Problem, sondern der Mensch, der diese bedient. Anfangs sorgen sie eher mit spaßigen Aktionen für Aufsehen, stellen zum Beispiel Nazis bloß. Max will aber höher hinaus und vor allem den Godfather der Szene, MRX, auf sich aufmerksam machen. Um das zu erreichen, hacken sie sich ins Datenwerk des BND und begeben sich so auf einen Pfad, in welchem nach und nach alles ein wenig aus der Kontrolle gerät, was „Who Am I“ zum ziemlich rasanten Actionstreifen wandelt.


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