Welche Partei vertritt meine Ansichten wirklich? – Der Wahl-O-Mat hilft!

kostenlos Bilder hochladenWer sich jetzt, noch gute 3 Wochen vor der Bundestagswahl am 27. September, die gleiche Frage stellt, sich aber nicht durch all die dicken Parteiprogramme kämpfen will, dem gibt die bpb (Bundeszentrale für Politische Bildung) mit dem Wahl-O-Mat ein sehr informatives und hilfreiches Werkzeug zur Entscheidungsfindung an die Hand. Schon seit der Bundestagswahl 2002 unterstützt das Tool den Wähler beim Finden der meinungskonformsten Partei. In den Niederlanden entwickelt und inzwischen in vielen europäischen Ländern zum Standard gehörend, arbeitet der Wahl-O-Mat nach folgendem Schema:

Die Inhalte der Programme aller (!) Parteien werden von einer Redaktion untersucht und analysiert.

 

Anhand der Inhalte werden 38 Thesen ausgearbeitet, die den Inhalten der Parteiprogramme entsprechen. Diese werden an die Parteien versendet, dort autorisiert und an die Redaktion zurück gesandt.

 

Der Nutzer des Wahl-O-Mats kann dann bei allen Thesen einzeln entscheiden, ob er ihnen zustimmt, sie ablehnt oder sie neutral bewertet.

 

Anschließend ist es möglich bestimmte Thesen, die einem persönlich besonders wichtig sind, zu gewichten.

 

Danach werden die eigenen Ansichten mit den Inhalten der Parteiprogramme verglichen und eine Ranglistet mit den Parteien erstellt, bei denen es zu den meisten Übereinstimmungen kam.

 

Zusätzlich können dann die Thesenbewertungen der Parteien mit den eigenen detailliert verglichen werden.

 

Nicht selten kam es bei der Auswertung zu überraschenden Ergebnissen, wenn beispielsweise CDU-Stammwähler erkennen, dass sie doch eher eine grüne Politik vertreten oder ein früherer PDS- und heute DIE-LINKE-Wähler erfahren muss, dass die ihm so wichtige Steuerpolitik doch eher durch die FDP vertreten wird.

 

Während der Wahl-O-Mat bei der Bundestagswahl 2002 als reines Online-Tool funktionierte, steht er seit der Europawahl 2004 und der Bundestagswahl 2005 auch als Offline-Version sowie als Version für Handy und Palm zur Verfügung.

 

Allerdings sollte man den Wahl-O-Mat auch kritisch betrachten und seine Wahlentscheidung nicht einzig und allein von ihm abhängig machen, da unter Anderem durch die Interviewstruktur inhaltliche Zusammenhänge der Thesen auseinander gerissen werden und gesamtpolitische Schemata nicht mehr zu erkennen sind. Eine genaue und wirklich sehr ausführliche, kritische Auseinandersetzung über den Wahl-O-Mat findet sich hier.


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