Victor Hugo und seine größten Werke

Victor HugoDie Blüte der modernen Literatur hat ihre Wurzeln ohne Frage in Frankreich. Zwar gelten wir noch immer als das Land der Dichter und Denker, wahrlich viele helle Köpfe gab es aber bei unseren westlichen Nachbarn bereits einige Jahrhunderte zuvor. Nicht zu vergessen ist auch die Französische Revolution, die als Inbegriff der heutigen Befreiung hin zu demokratischen Verhältnissen angesehen wird. Ob in der Kunst, Philosophie oder Literatur – Frankreich ist Vorreiter. Eine der Personen, die diese Einschätzung zementieren, ist Victor Hugo. Am heutigen Freitag jährt sich dessen Todestag zum 130. Mal. Das allein rechtfertigt es, sich heute mit ihm zu beschäftigen. Seine großen Schriftstücke leisten ihr Übriges.

Victor Hugo – Der wohl größte Romantiker aller Zeiten

Es sind andere Namen, die uns Deutschen einfallen, wenn wir über große französische Literatur sprechen wollen. Da wäre ein Voltaire, ein Moliere oder ein Balzac. Dabei gilt Victor-Marie Hugo innerhalb Frankreichs als größter Vertreter der Romantik überhaupt. International genießt er großes Ansehen, aus der globalen Literaturgeschichte ist er nicht herauszudenken. Dass zuletzt „Les Miserables“, zu deutsch „Die Elenden“, neu für das Kino aufgelegt wurde, zeigt schon, wie viel Interesse auch heute noch an seinen Geschichten besteht. Es ist die Geschichte des Ex-Häftlings Jean Valjean. Aber nicht nur seine, sondern auch die vieler Franzosen, die leidenschaftlich für mehr Humanität in der Welt eintraten. Für einen humaneren Umgang miteinander plädiert Victor Hugo offensichtlich auch mit „Der Glöckner von Notre Dame“. Quasimodo meidet den gesellschaftlichen Kontakt, weil er anders ist und nicht den allgemeinen äußeren Idealen entspricht. Er wird letztlich als derjenige gezeigt, der er ist – ein freundliches und sich aufopferungsvoll einsetzende Männlein, das seinen Platz in der Welt genauso verdient hat wie jeder andere auch.

Victor Hugo – Ein Mann, der gesellschaftliche Leiden einfängt

Victor Hugo wechselte im Verlauf seiner 83 Lebensjahre vermehrt die politische Einstellung und das zeigt sich in seinen Werken umso mehr. Sie alle eint der Wille, die menschlichen Schicksale, samt aller Leiden, darzulegen. Dass der Meister sie in den historischen Kontext einbettet, macht die Authentizität umso größer. Neben den beiden epochalen Historiendramen konnte Hugo auch in anderen Schriften mit großem Geschichtswissen überzeugen. Stücke wie „1793“, das sich der Terrorherrschaft in eben jenem Jahr widmet, und das Revolutionsjournal „1848“ zeigen uns ein Frankreich früherer Jahre, das mit all seinen Facetten und großen menschlichen Momenten gesegnet ist. Richtig große Literatur eben.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter