Verrückter Elfmeterkrimi

Nein, ich möchte in diesem Beitrag nicht über das furiose Elfmeterschießen zwischen Uruguay und Ghana sprechen, auch nicht über den verschossenen Strafstoß des ansonsten so sicheren Asamoah Gyan, der in der 120. Minute die erste afrikanische Mannschaft in ein WM-Halbfinale hätte schießen können. Das Augenmerk soll sich vielmehr auf das kuriose Spiel zwischen Paraguay und Spanien richten, welches uns die letzte Hürde auf dem Weg ins Endspiel aufstellte. Von Beginn an tat sich der Europameister äußerst schwer mit den Verteidigungskünstlern aus Südamerika, Chancen waren im ersten Durchgang Mangelware. Nachdem nach einer Stunde Verteidiger Pique den Paraguayer Cardozo zu Boden rang, hätte dieser per Elfmeter für die Führung sorgen können, doch Casillas blieb der Sieger. Fast im Gegenzug legte Alcaraz den Spanier Villa, Schiedsrichter Gonzalez zeigte erneut auf den Punkt.

Xabi Alonso traf zwar zunächst, musste aber wiederholen. Im zweiten Anlauf scheiterte auch er, wodurch das Spiel zwischenzeitlich ausgeglichen blieb. Zum Glück aller Zuschauer entwickelten sich nun mehr Offensivszenen und zwar auf beiden Seiten. Nachdem  der eingewechselte Pedro den Pfosten traf, schoss Stürmerstar Villa das Ding gleich zweimal an diesen, hatte aber Glück, dass der Ball letztlich über die Linie rollte und bescherte Spanien so erstmals in der WM-Historie einen Halbfinaleinzug. Da wartet nun der Finalgegner von 2008, Deutschland. Mal sehen, ob der in Galaform aufspielende Villa reicht, um das Blatt erneut zu Spaniens Gunsten zu wenden. Sein Glück sollte er bis dahin aber längst verschossen haben.


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