Verdammter Nachahmer

Joe ist ein netter Kerl, zumindest scheint er so. Seine Brötchen verdient er sich als Putzmann bei der örtlichen Polizei von Christchurch, seiner neuseeländischen Heimatstadt. Zweimal am Tag füttert er seine Fische, seine Mutter, die ihn über alles liebt, besucht er noch einmal die Woche. Das ist dann auch der erste Ort, an dem die andere Seite des netten Joe sichtbar wird. Gelegentlich peppt er ihren Kaffee mit einer gehörigen Dosis Rattengift auf. Allmählich geht ihm die Frau nämlich ein wenig auf den Zeiger, was wohl auch andere Vertreter des weiblichen Geschlechts tun. Diesen widmet Joe einen großen Teil seiner Freizeit. Wenn er denn nicht gerade im Fernsehen die Nachrichten verfolgt, gilt ihnen seine ganze Energie.

Gerade ist ein Massenmörder in Christchurch unterwegs. Die Medien berichten täglich vom „Schlächter von Christchurch“, der bereits sieben Frauen auf dem Gewissen haben soll. Joe scheint sich nicht weiter für den Mann zu interessieren, allein die Zahl scheint ihm wichtig zu sein. „Der Siebte Tod“ passt ihm irgendwie nicht ins Schema. Joe weiß, dass es nur sechs waren, woher sei mal dahingestellt. Seine Aufgabe besteht nun darin, den Nachahmer des Mörders zu finden, bei der Gelegenheit könnte man ihm als Bestrafung seiner Sünden ja gleich die anderen Morde anhängen, dann wäre der eigentliche Psychopath aus dem Gröbsten heraus. Doch es gibt ein weiteres Problem, denn immer wieder scheinen sich neue Frauen Joe in den Weg zu stellen, wodurch sich die Ausführung seines raffinierten Planes unnötig in die Länge zieht.


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