Unsere Teutonen sichern sich Platz 3

Die Enttäuschung war groß nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien und auch nach dem Sieg gegen Uruguay im unbedeutenden Spiel um Platz 3 merkte man den Jungs, sofern man sich die Interviews der deutschen Spieler anhörte, den Frust über den verpassten Finaleinzug an. Natürlich ist es gerade für die ganz jungen Spieler ein Riesenerfolg, sofort bei der ersten WM-Teilnahme in ein Halbfinale einzuziehen und man sollte nicht vergessen, dass wir durch Siege über England und Argentinien unter die vier derzeit besten Mannschaften der Welt gekommen sind. Eine Eigenschaft, die momentan weder Rekordweltmeister Brasilien, noch das Fußballmutterland England ihr Eigen nennen können. Von Italien möchte man nach dieser Vorrunde erst gar nicht reden. Trotzdem überwiegt der Gedanke an eine verpasste Chance, den Titel endlich wieder nach Deutschland zu holen.

Im Spiel gegen Uruguay kamen selbst die Spieler zum Einsatz, die bisher auf der Bank schmorten und so konnten alle bis auf Tim Wiese, der verletzungsbedingt passen musste, südafrikanische WM-Luft schnuppern. In einem packenden Spiel bewies die Mannschaft einmal mehr ihre enorme Willenskraft und den unbändigen Willen, ein Spiel zu gewinnen. Forlan brachte Uruguay zwischenzeitlich auf die Siegerstraße, doch Jansen und Khedira bescherten unseren jungen Wilden einen hervorragenden dritten Platz, den es letztlich, auch trotz eines verpassten Endspiels, zu feiern gilt. Diese Mannschaft hat Zukunft. Wenn ihr Trainer weiterhin Löw heißt, wird sie bei der EM 2012 bereits einer der absoluten Top-Favoriten sein und das nicht, weil man Rumpelfußball mit perfekten Ergebnissen spielt, sondern weil man mittlerweile die Fußballwelt durch Ästhetik und Tempofußball ins Schwärmen bringt. Diese Welt spricht über unsere Müllers und Schweinsteigers, über die Lahms und Boatengs, die irgendwann mal ganz oben an der Spitze ankommen werden.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter