Unser Filmtipp: Sieben Minuten nach Mitternacht

Geschichten sind wilde Wesen. Wer weiß, was für Unheil sie anrichten können, wenn man sie loslässt. – Das Monster

Sieben Minuten nach Mitternacht – Kurzinhalt

Conor (Lewis MacDougall) und das Monster (Liam Neeson)

Conor (Lewis MacDougall) und das Monster (Liam Neeson)

Das Leben des jungen Conor (Lewis MacDougall) ist alles andere als sorglos: Seine Mutter (Felicity Jones) ist ständig krank, er muss deshalb bei seiner strengen Großmutter (Sigourney Weaver) wohnen, und in der Schule verprügeln ihn die großen Jungs. Kein Wunder, dass er jede Nacht Albträume bekommt. Doch dann wird alles anders: Als er wieder einmal schweißgebadet – um punkt sieben Minuten nach Mitternacht – aufwacht, hat sich der alte Baum vor seinem Fenster in ein riesiges Monster verwandelt und spricht zu ihm. Ist das noch der Traum – oder ist es Realität? Das weise Monster beginnt, ihm Geschichten zu erzählen. Fortan kommt sein ungewöhnlicher Freund jede Nacht und seine Erzählungen führen Conor auf den Weg zu einer überwältigenden Wahrheit.

Sieben Minuten nach Mitternacht – Großartig animiert

Zu Connors größten Hobbys gehört das Zeichnen, ein Talent, das er von seiner Mutter geerbt hat. Als er in seinem Zimmer sitzt und zeichnet, ist es genau sieben Minuten nach Mitternacht, als er etwas hört. Eine tiefe Stimme ruft seinen Namen, „Conor O’Malley“. Wo kommt diese Stimme her? Erschrocken und zunächst verängstigt stellt Conor fest, dass sich die große Eibe, die in der Nähe seines Elternhauses steht, in ein 12-Meter-Monster verwandelt hat. Das Monster erklärt, Conor habe es gerufen.blog_kulissen

Mit den digitalen Komponenten des Monsters wurden mehrere Effektfirmen betraut. Für die Post-Produktion wurde ein Zeitraum von mehr als einem Jahr angesetzt, denn die digitale Ausarbeitung war kompliziert, wie Visual Effects Team zugibt. „Er musste die Starrheit und das Gewicht von Holz haben und sich entsprechend überzeugend bewegen. Am Ende planten, erstellten und filmten wir 100 Einstellungen des Monsters in Interaktion mit dem Jungen – das war sehr komplex!“. Das Monster ist eine Art personifizierte Landschaft, die sich erhebt, um Geschichten zu erzählen. Er ist aus einer großen und mächtigen Kraft heraus entstanden und ist selbst ebenfalls eine solche.

Als Schauspieler, der für seine zutiefst ausgeprägte Persönlichkeit, Stimme und Statur bekannt ist, war Liam Neeson jedermanns erste Wahl für die Darstellung des Monsters – sowohl für die Synchronisation als auch für die Bewegungserfassung. Der Oscar-nominierte Schauspieler war sofort von der Geschichte hingerissen, die er als „Fabel über die Komplexität unserer Emotionen und die Kontrolle derselben während des Erwachsenwerdens“ betrachtet.

Geschichten sind wichtig, sagte das Monster. Sie können wichtiger sein als alles andere. Wenn sie die Wahrheit in sich tragen. „Geschichten vom Leben“, murmelte Conor gereizt. Das Monster machte ein überraschtes Gesicht. Genau, sagte es. Dann wandte es sich zum Gehen, warf Conor aber vorher noch einen Blick zu. Rechne bald mit mir.

Der Film „Sieben Minuten nach Mitternacht“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Patrick Ness und wurde schon als Buch preisgekrönt. Somit verspricht auch die Verfilmung durch die außergewöhnliche Geschichte sowie der Besetzung mit hochkarätigen Schauspielern, wie Liam Neeson, ein Highlight zu werden.


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