Unser Buchtipp: Tage mit Sam von Keith Stuart

Eine bezaubernde und höchst aktuelle Geschichte darüber, wie wir in der modernen Welt zueinanderfinden
Der Journalist Keith Stuart arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt als Redakteur für den „Guardian“. Er schreibt über die Dinge, die ihn schon immer am meisten interessiert haben: Videospiele, Technologie und digitale Medien; und das seit nunmehr 20 Jahren. Keith Stuart ist Vater von zwei Söhnen. Als bei einem seiner Söhne Störungsbilder auftraten, die kennzeichnend sind für Autismus, beunruhigte diese Nachricht die ganze Familie. Doch Keith Stuart konnte mithilfe von Videospielen, allem voran Minecraft, die er gemeinsam mit seinen Söhnen spielte, eine positive Entwicklung auf die Vater-Sohn-Beziehung hervorrufen. Diese Erfahrungen inspirierten ihn zu seinem ersten Roman: Tage mit Sam

Tage mit Sam – Inhalt

Sam ist heute 8 Jahre alt. Schon als Baby war dem jungen Ehepaar Jody und Alex klar, dass ihr Sohn anders ist als andere Kinder. Er schrie sehr viel und entwickelte schon früh Eigenheiten. Zum Beispiel hat er nur eine Sorte Brei zu sich genommen. Wenn seine Eltern es wagten, ihm einmal etwas anderes zu verabreichen, dann endete dieser Versuch in einem Fiasko. Sam schrie und tobte. In ihrer Verzweiflung kauften Jody und Alex sämtliche Vorräte der Fertignahrung auf, aus Angst ihnen könnte einmal die geliebte Nahrung ausgehen. So diktiert Sam Tag für Tag das Leben von Jody und Alex. Sam fällt es sehr schwer mit gleichaltrigen Kindern zu spielen. Seine Welt muss berechenbar sein und das sind Kinder in der Regel nicht. Auch Lärm ist für ihn nicht auszuhalten. So kann ein Besuch auf dem Spielplatz im Park, was für ein „normales“ Kind eine wahre Freude ist, schnell zum Albtraum werden. Wenn zum Beispiel ein Hund zu laut bellt oder der Eiswagen nicht an der gewohnten Stelle steht, wirft das Sam ganz schnell aus der Bahn. Jody hat gelernt Sam zu nehmen wie er ist und weiß auch damit umzugehen. Sie ist diejenige, die ihn in solchen für ihn unkontrollierbaren Situationen wieder erden kann. Doch so langsam ist Jody am Ende ihrer Kräfte. 24 Stunden am Tag für ein autistisches Kind da zu sein, zehrt unwahrscheinlich.

Alex arbeitet für eine Immobilienberatung und vermittelt Hypotheken. Kein Job, der ihm ausgesprochen viel Spaß machen würde, aber er kann seine Familie damit ernähren. Seit neun Jahren ist Alex mit Jody verheiratet. Er liebt sie und er liebt seinen Sohn. Doch der Umgang mit seinem Sohn fällt ihm nach wie vor schwer. Alex fühlt sich hilflos und ist überfordert im Umgang mit seinem Sohn. Er überlässt die Regelungen des Alltags lieber Jody. Ständig hat er Angst etwas falsch zu machen oder den Ausrastern von Sam nicht gewachsen zu sein. Dementsprechend fühlt Jody sich von Alex alleingelassen. Sie ist am Ende ihrer Kräfte und hat keinen Partner an ihrer Seite, der ihr unter die Arme greift. Aus diesen Gründen stehen die Beiden am Rande ihrer Beziehung. Alex zieht vorübergehend zu seinem Freund Dan. Doch er hofft, dass Jody schon bald zu ihm sagt, dass er zurückkommen soll. Doch dafür muss sich viel ändern…

Ob es Alex schafft über seinen Schatten zu springen, seine Ängste zu überwinden und eine richtige Vater-Sohn-Beziehung aufzubauen, das erfahren Sie in Tage mit Sam

 

“So bitter es auch sein mag, aber manchmal muss erst alles auseinanderbrechen, bevor man etwas wunderbares Neues aufbauen kann…“

“Das Leben ist ein Abenteuer, kein Spaziergang. Darum ist es manchmal so schwer.“

 


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter