Unser Buchtipp: Portugiesisches Erbe

Henrik Falkner muss seinem Leben eine neue Richtung geben. Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau erhält der Ex-Polizist einen Anruf aus Lissabon. Ein Notar gibt ihm zu verstehen, dass er Alleinerbe seines Onkels Martin ist, der seit vielen Jahren dort lebte und nun plötzlich verstorben ist. Es bestand kein Kontakt zu dem Onkel, so dass Henrik keine Vorstellung davon hat, was ihn da wohl erwartet.

Er staunt nicht schlecht, als ihm von einem kauzigen Notar in einer dunklen Nebengasse eröffnet wird, dass er ein Haus im Zentrum Lissabons geerbt hat. Als er dieses daraufhin besucht, stellt er fest, dass im Erdgeschoss ein Antiquariat mit einem merkwürdigen Sortiment ist. Die Hausbewohner, seine zukünftigen Mieter, sind ein buntes Sammelsurium aus aller Herren Länder, die eines vereint: pünktliche Mietzahlungen sollte Henrik besser nicht erwarten.

Die Steuerberaterin seines verstorbenen Onkels eröffnet ihm, dass es wirtschaftlich nicht gut um das Antiquariat und das Haus steht. Was aber Martin all die Jahre in Lissabon gemacht hat, wovon er lebte, wie er all das finanzierte: wen Henrik auch fragt, er erhält nur Ausflüchte oder gar keine Antwort. Als er sich von der Steuerberaterin im Café A Brasileira verabschiedet, schießt ein dunkler Mercedes auf ihn zu mit der klaren Absicht, ihn zu überfahren.

All diese Ungereimtheiten und der versuchte Anschlag wecken den Detektiv in ihm und es beginnt ein Abenteuer vor der Kulisse Lissabons.

Luis Sellano – der unbekannte Autor mit gutem Geschmack

Sonne, Mord und Portugal – Portugiesisches Erbe von Luis Sellano ist der perfekte Urlaubsbegleiter und Reiseschmöker für Liebhaber Lissabons. Man merkt dem Autor – es handelt sich um das Pseudonym eines deutschen Autors – an, dass er gerne in die pulsierende Stadt am Tejo reist, sich dort mit den landestypischen Spezialitäten verwöhnen lässt und Land und Leute wert schätzt. Gekonnt fängt er Düfte und Geräusche der Stadt und den Geschmack des leckeren Essens ein, so dass der Leser in Gedanken fast ebenfalls neben Fernando Pessoa am Café A Brasileira sitzt.


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