Unser Buchtipp: Palm Desert / Neal Carey Bd.5 von Don Winslow

Lange mussten Leser hierzulande auf „Palm Desert“, den fünften und letzten Band der „Neal Carey“ – Reihe des großartigen US-Autors Don Winslow, warten. Das englische Original mit dem Titel „While Drowning in the Desert“ erschien bereits im Jahr 1996 und ist nun erstmals, nachdem die Vorgängerbände seit Kurzem in einer Neuübersetzung erschienen sind, in deutscher Sprache erhältlich.

Palm Desert / Neal Carey Bd. 5 – Inhalt

Eigentlich könnte das Leben von Neal Carey so schön sein: Er ist kurz davor seinen Masterabschluss an der Universität von Nevada zu erhalten und die Hochzeit mit seiner Verlobten Karen steht ebenfalls bevor. Als diese den guten Neal allerdings mit ihrem plötzlichen Kinderwunsch überrascht ist das schöne und einfache Leben des ehemaligen Privatermittlers auf einmal um einiges komplizierter. Da kommt ihm der unerwartete Anruf seines Ziehvaters und Auftraggebers Graham, der einen neuen – und wie er ihm versichert – simplen Job für Neal hat, gerade recht.

Neal soll für „Die Bank“ einen älteren Herrn von Las Vegas nach Palm Desert begleiten. Leicht verdientes Geld also – und eine Chance für kurze Zeit vor Karen zu fliehen. Dass es sich bei dem älteren Herrn um den 86 Jahre alten Nathan Silverstein, aka Natty Silver, handelt, einen ehemals erfolgreichen Komiker, der es immer noch faustdick hinter den Ohren hat, erfährt Neal erst vor Ort. Ebenso wie von der Tatsache, dass Nathan keinerlei Wunsch hat in sein Zuhause in Palm Desert zurückzukehren.

Pflichtbewusst wie Neal Carey nun mal ist, setzt er alles daran seine Aufgabe trotzdem zu erfüllen… aber erst muss er den alten Mann, der ihm bei der ersten Gelegenheit entwischt, wiederfinden. Doch auch andere, weitaus gefährlichere Typen, sind auf der Suche nach Nathan…

Palm Desert – Ein würdiger Abschluss

Im Vergleich zu den späteren Werken von Don Winslow, wie etwa „Tage der Toten“ oder dessen Nachfolger „Das Kartell“, ist der erzählerische Ton seiner Debütreihe um Neal Carey um einiges leichter, denn „Palm Desert“ ist durchzogen von (absolut fantastischem) trockenem Humor, skurrilen Charakteren und großartigen Dialogen.

 


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