Gipfelstürmer von Unheilig – Unser Musiktipp

Unheilig - GipfelstürmerSie waren geboren um zu leben, doch nun ist es Zeit zu gehen. So ungefähr ließe sich die Welt der Band Unheilig beschreiben, die mit ihren sanften Melodien und der unvergleichlichen Stimmgewalt des Grafen an vorderster Front in den letzten Jahren die Charts durchwirbelte, nun aber das gemeinsame Ende verkündet hat. „Gipfelstürmer“ ist insofern ein gut gewählter Titel für das letzte Studioalbum einer Band, die der deutschen Musikwelt fehlen wird. Das ist nicht zuletzt an den sechzehn Kompositionen ersichtlich, die sich auf der letzten Platte tummeln.

Das achte Studioalbum beendet 15 Jahre Erfolgsgeschichte

Sieben Alben gab es bisher von Unheilig zu bestaunen, das letzte liegt gute zweieinhalb Jahre zurück. Dazwischen ließ die Band die gemeinsamen Erlebnisse und jüngsten Erfolge noch einmal an sich vorbeiziehen und präsentierte den Fans ein Best of Album.  Auf diesem fanden sich vor allem Tracks aus den letzten beiden Scheiben, an denen Der Graf gemeinsam mit Henning Verlage, Christoph Termühlen und Martin Potthoff tüftelte. Keiner der drei Letztgenannten gehörte der Band an, als diese  1999 gegründet wurde. Doch mit ihnen verzeichnete Unheilig die großen Erfolge. Sowohl „Große Freiheit“ als auch „Lichter der Stadt“ gelang der Sprung an die Chartspitze und mehrfach Platin. „Gipfelstürmer“ wird das vermutlich auch gelingen, zumal die Auskopplung „Zeit zu gehen“ bereits auf sämtlichen Radiosendern rauf und runter läuft.

Gipfelstürmer verdeutlicht Höhen und Tiefen des Lebens

Bambi, Echo, Comet – Die Auswahl an Auszeichnungen, die Unheilig einheimsen konnte, liest sich grandios. Dass das nicht immer so war, weiß Der Graf natürlich sehr wohl. Dementsprechend ist sein letztes Studioalbum auch eine gute Zusammenfassung der Laufbahn. „Gipfelstürmer“ besticht wieder mit thematischen Texten, die das Leben selbst schreibt. Es verdeutlicht Höhen und Tiefen, wobei das Intro „Der Berg“ und das Outro „Der Gipfel“ nicht ohne Grund den Rahmen bilden. Die durch die Bank weg deutschen Texte gehen vom ersten Hören an ins Ohr und bleiben da auch. Zu den melodischen Highlights zählen ohne Frage „Zwischen Licht und Schatten“ bzw. „Dem Himmel so nah“. Da ist es gut zu wissen, dass die Jungs wenigstens noch live für eine gewisse Zeit zu sehen sind. Das letzte Konzert ist für den 10. September 2016 angesetzt. Sie nehmen sich also etwas Zeit, um zu gehen: Und wer weiß, vielleicht gibt es vom Grafen ja weiterhin Musik. Zu einer möglichen Sololaufbahn wollte er sich bis heute nicht äußern.


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