Der neue Tugendterror von Thilo Sarrazin – Unser Buchtipp

Sarrazin - Der neue TugendterrorEr ist wieder zurück und das mit einem krawallgebündelten 400-Seiten-Manifest zu den vielen Missständen unserer Gesellschaft. Ja, Thilo Sarrazin nimmt definitiv kein Blatt vor den Mund. Das hat den ehemaligen Bundesbank-Vorsitzenden und Bestsellerautor von „Deutschland schafft sich ab“ 2010 wahnsinnig lang in den Fokus der öffentlichen Auseinandersetzung und Meinungsbildung gerückt. Man muss kein Hellseher sein, um einen ähnlich öffentlichen Austausch zum brandaktuellen Werk „Der neue Tugendterror“ vorherzusehen. Schon im Titel erweist sich das provokative Stück als Anlehnung an Orwells „1984“, wenngleich die Fiktion im 21. Jahrhundert in einigen Passagen der Realität gewichen ist.

Der neue Tugendterror stützt seine Analysen mit statistischem Unterbau

Es ist wahrlich nicht so, dass Thilo Sarrazin in „Der neue Tugendterror“ über Themen spricht, die uns in unserem Alltag nicht beschäftigen. Dennoch liefert er so manche Statistiken, die einen schon ins Staunen bringen. Innerhalb unserer Politik wird das Thema Frauenquote ja immer mal wieder heiß diskutiert, auch der Bürger auf der Straße macht sich seine Gedanken dazu. Sarrazin hat das ebenso getan und festgestellt, dass es mehr Männer als Frauen gibt, denen man einen IQ von mehr über 130 attestiert. Diese Aussage hebt einen gleich mal aus den Fugen, inkludiert es doch, dass Männer intelligenter sind als Frauen. Relativierend und zum Schutz des Autors muss gesagt werden, dass er die immensen Ausflüchte nach unten nicht verschweigt. Auch bei den Vertretern mit einem IQ von unter 70 sind die Männer deutlich in der Überzahl. Diese Streuspanne sei uns in die Wiege gelegt, wie im Übrigen auch die größere Körperkraft. Gleichstellungsbestreben sei schön und gut – Mann und Frau sind aber eben nicht gleich.

Der neue Tugendterror möchte vorgeben, was wir denken

Man braucht nur mal auf die Interviews der Deutschen Fußballnationalmannschaft zu schauen, um festzustellen, dass heute alles etwas gediegener zugeht. Krawallbürsten sind nicht mehr beliebt, wenn es darum geht, in der Öffentlichkeit Aussagen zu treffen. Querdenker, wie Thilo Sarrazin einer ist , gibt es immer weniger. Dabei ist es laut dem Autor von „Der neue Tugendterror“ wichtig, Sachen auch mal deutlich zu benennen. Natürlich macht er wieder beim Thema Einwanderung halt. Die vielen Immigranten aus Bulgarien und Rumänien seien generell nichts Schlechtes. Sinti und Roma aber schon. Wie sich diese nun nennen wollen, ob Zigeuner, Wirtschaftsflüchtlinge oder eben Sinti und Roma, mache letztlich keinen Unterschied. Das Problem sei ja nicht ihre Bezeichnung. Überhaupt müssten wir etwas aufpassen, Sprache zu hypersensibilisieren, womit ein weiteres zentrales Thema aus „Der neue Tugendterror“ benannt ist. Bliebe noch die Sache mit den Rechten von gleichgeschlechtlichen Liebesbeziehungen. Wenngleich Sarrazin davor warnt, diese in ihrer Lebensführung einzuschränken, lässt er doch spürbar durchblicken, wie sein Bild von Ehe und Familie aussieht. So reiht sich das Thema in den Werkekatalog ein, in welchem Thilo Sarrazin gesellschaftsrelevante Themen sammelt, anspricht und vor allem die Sicht eines Mannes äußert, der mal gegen den Strom schwimmen möchte.


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