Transcendence – Unser Filmtipp

TranscendenceKünstliche Intelligenz ist etwas, das den Menschen nicht erst im Jahre 2014 fasziniert, ihn zu aberwitzigen Ideen und Vorstellungen antreibt. In einer Zeit, in der die Technologie immer mehr Platz in unserem alltäglichen Leben einzunehmen scheint, wir ohne Technik nahezu unmöglich 24 Stunden überleben können, sind der Phantasie hinsichtlich ihrer vielfältigen Möglichkeiten nahezu keinerlei Grenzen gesetzt. Über jegliche Barrieren hinweg strömen auch die Geschehnisse in „Transcendence“, dem Regiedebüt des bisher äußerst erfolgreichen Kameramanns Wally Pfister. Dieser ließ schon bei der Besetzung der Hauptrolle mit Johnny Depp keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass dieser Science-Fiction-Thriller den Gang ins Lichtspielhaus wert ist.

Trancendence – Wenn Technik den Menschen ersetzt

Dr. Will Caster (Johnny Depp) ist einer der angesehensten Forscher im Bereich der künstlichen Intelligenz. Anders als viele seiner Mitstreiter ist es ihm gelungen, neben dem Wissen auch menschliche Emotionen in Maschinen zum Leben zu erwecken. Auf kurz oder lang macht das den Menschen überflüssig, was selbstverständlich nicht nur positive Resonanz auf Casters Wirken und Entwicklungen hervorbringt. Dies führt dazu, dass böse Menschen nach dem Leben des Menschen Caster trachten und es ihnen sogar gelingt, diesen von der Erdoberfläche zu tilgen. Seiner Frau Evelyn (Rebecca Hall) gelingt es, sein Gehirn zu erhalten. Mit dem Versuch, dieses an eine von Casters Maschinen zu koppeln, will sie ihm die Möglichkeit schenken, weiterzuleben, auch wenn es auf eine andere Art und Weise ist.

Transcendence – Mensch oder Maschine

In zahlreichen Science-Fiction-Filmen oder Romanen des Genres ist das Thema Mensch oder Maschine bereits problematisiert worden. Derart verworren wie in Pfisters Regiedebüt „Transcendence“ ist es aber bisher so gut wie nicht vorgekommen. Christopher Nolans Dauerkameramann beweist im zweistündigen Spektakel, das großartige Elemente eines Thriller miteinbindet, dass er explizit das eigene Handwerk bestens versteht. Dementsprechend trägt auch die herausragende Kameraführung der einzelnen Einstellungen zum Unterhaltungswert bei. Das Thema an sich verbirgt ebenso hoch unterhaltsames Dynamit. Wann sollten wir Menschen der Technik Grenzen setzen, wie weit ist Forschung gut und wann scheint künstliche Intelligenz ratsam, wann sollten wir auf sie verzichten? Das alles sind Fragen, mit denen sich auch der Kinozuschauer auseinandersetzen wird. Natürlich funktioniert die Kopplung von Casters Gehirn und seiner Maschine nicht ohne Komplikationen und nicht ganz unerwartet versuchen die Mörder sein Wirken endgültig zu beenden, was für Evelyn und Casters Kollege Max Waters (Paul Bettany) nicht gerade ungefährlich wird.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter